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Deutsch-Kamerun : wie es ist und was es verspricht ; historisch, geographisch, politisch, wirtschaftlich / dargest. von A. Seidel
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IV. Die Mission.")

Der Mission ist in unseren Schutzgebieten auch eine be­sondere politisch-wirtschaftliche Aufgabe gestellt, die Aufgabe, das allgemeine Kulturniveau der Eingeborenen zu heben, und sie dadurch zu politisch und wirtschaftlich wertvolleren Unter­tanen zu machen. Den weltentrückten deutschen Missions- gesellschaften wollte diese Verquickung ihrer idealen Aufgaben mit materiellen Zielen anfänglich nicht recht in den Kram passen. Aber es ist eine der segensreichen Folgen des ersten deutschen Kolonialkongresses zu Berlin im Jahre 1903 gewesen, daß die Mission seitdem engere Fühlung mit den kolonial­politischen und kolonialwirtschaftlichen Interessen gewonnen hat.^)

Zurzeit sind folgende Missionsgesellschaften in der Kolonie tätig: (S. Tabelle Seite 265.)

Hieraus erhellt, daß die Mission abgesehen von den Stationen in Aaunde, Nyassoso und Bali, den am weitesten vor­geschobenen Bantu-Stämmen über den Küstenstrich bisher nicht hinausgekommen ist. Die heidnischen Sudanstämme sind bisher noch völlig unberührt von ihrer Tätigkeit, da es ihr bisher nicht nur an dem nötigen Schutze, sondern auch be­sonders an Mitteln gebrach. Wie schwer, ja, sast aussichtslos, die Wirksamkeit der christlichen Mission unter den muhammedani- sierten Negern sein wird, lassen die Erfahrungen in anderen Herrschaftsgebieten des Islams vermuten.

Das ausgedehnteste Wirkungsfeld hat die Baseler Mission Die Zahl ihrer ordinierten Missionare beläuft sich zurzeit auf