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X. Beiträge zur Ethnographie von Neu-Guinea.
Von Prof. Dr. F. v. Luschan.
Verfasser und Verleger dieses Buches haben mich um einen ethnographischen Beitrag ersucht. Diesem an sich gewiss gerechtfertigten und für mich persönlich sicher sehr ehrenvollen Wunsche komme ich nicht ohne die schwersten Bedenken nach. So wie die Dinge gerade jetzt liegen, würde es ganz leicht sein, sechs oder acht grosse gelehrte Bücher zur Völkerkunde von Neu- Guinea zu schreiben, aber es ist gegenwärtig noch völlig unmöglich, in drei oder vier Druckbogen ein richtiges und abgerundetes Bild der ethnographischen Verhältnisse dieser ebenso grossen als wenig bekannten Insel zu geben. Zu einem solchen fehlen bisher noch fast alle Grundlagen, und wenn uns diese in Zukunft nicht in rascherem Tempo als bisher zugehen, wird es erst in einigen Jahrzehnten möglich sein, eine erschöpfende Völkerkunde von Neu- Guinea zu schreiben.
Wenn ich es gleichwohl jetzt versuche, einer in so freundlicher Weise an mich gerichteten Aufforderung zu entsprechen und einen ethnographischen Beitrag für dieses Buch zu liefern, so thue ich das in erster Linie aus persönlicher Hochachtung für Dr. Krieger, dem ich vielfache Belehrung in Einzelheiten verdanke und an dessen zukünftige Thätigkeit auf melanesischem Gebiete ich die aller- grössten Hoffnungen knüpfe. Ich muss aber von vornherein darauf verzichten, eine in sich geschlossene Skizze zu entwerfen; eine solche würde so unsicher und lückenhaft sein müssen und so viele schwankende Hypothesen enthalten, dass sie, besonders für einen grösseren Leserkreis, nur von sehr problematischem Wert sein könnte.