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Neu-Guinea / von Maximilian Krieger. mit Beitr. von A. von Danckelman ...
Entstehung
Seite
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ie Vegetation Neu-Guineas ist eine überaus reiche; nur wenige

Gebiete des Tropengürtels dürften in der Lage sein, in Bezug auf Mannigfaltigkeit der pflanzlichen Formen und Grossartigkeit der Verhältnisse einen Wettkampf mit Neu-Guinea aufzunehmen, in Asien wohl nur Borneo, Sumatra und die malayische Halbinsel, in Afrika vielleicht Kamerun und Gabun, in Amerika das Amazonas- Gebiet und möglicherweise Zentralamerika. Ein anderer hervor­stechender Charakterzug der Botanik dieser Insel ist die grosse Zahl der für dieselbe eigentümlichen Florenelemente, eine Folge der offenbar alt-isolierten Lage Neu-Guineas.

Nichts erläutert diese alte Absonderung deutlicher als ein Ver­gleich des Pflanzenkleides mit demjenigen des nördlichen Australiens, beispielsweise mit der noch am meisten tropische Ver­hältnisse zeigenden Kolonie Queensland. Schon der unbefangene und nicht mit botanischen Kenntnissen ausgerüstete Besucher findet sich wie in eine andere Welt versetzt, wenn er z. B. von der Astrolabe-Bai nach Cooktown reist: dort verlässt er ein Land, das völlig mit dichtem tropischen Urwald bedeckt ist, der, nur hier und da durch ein kleines Fleckchen Grasland unterbrochen, der Landschaft «in ungemein ernstes Gepräge verleiht; in Cooktown findet er die weite Eucalyptus-Savanne, eine unendliche Graslandschaft mit hellblätt­rigen, wenig Schatten werfenden Bäumen meist ziemlich dicht besät und scheinbar waldartig, nur an den feuchten Abhängen der Berge so­wie in den Thalsohlen durch düsteren Hochwald schroff unterbrochen.

V. Das Pflanzenkleid und die Nutzpflanzen Neu-Guineas.

Von Prof. Dr. O. Warburg.