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IV. Klimatologie.
Von Prof. Dr. A. von Danckelman.
Pie von etwa 1° bis 11° S. sich erstreckende Lage von Neu- Guinea bedingt ein echt tropisches Klima, das im allgemeinen mit seinen gleichmässigen Temperatur- und Feuchtigkeitsverhältnissen dem des ostindischen Archipels entspricht, wenn auch — und das gilt besonders für die Südküste der grossen Insel — die Nähe des australischen Festlandes etwas modifizierend einwirkt, indem sich etwas extremere Temperatur- und Feuchtigkeitsverhältnisse dort bemerkbar machen.
Die zahlenmässigen Unterlagen für eine Charakteristik der klimatischen Verhältnisse der Insel sind noch recht spärliche, und was noch schlimmer ist, ihre Güte und Zuverlässigkeit lässt vieles zu wünschen übrig. Am besten ist es noch in dieser Eichtling mit d( j ii Küstengebieten von Kaiser Wilhelms-Land bestellt. Für Britisch Neu-Guinea hat selbst die Energie eines so vorzüglichen und an der Landeserforschung so hervorragend beteiligten Gouverneurs wie Mc. Gregor keine längeren und zuverlässigen Beobachtungsreihen mit Hilfe seiner Beamten zu schaffen gewusst, und für Holländisch Neu-Guinea liegen ausser einer Beobachtungsreihe von der Geelvink- Bai nur ganz spärliche Notizen von Beisenden vor.
Häufige berufliche Abhaltungen und Krankheit der Beobachter, verbunden mit Gleichgültigkeit gegen derartige Aufgaben, hier und da auch aus Bequemlichkeit entspringender böser Wille, welcher zu direkten Fälschungen der Beobachtungsjournale führt, sowie der aus den noch ungeordneten Verhältnissen hervorgehende häufige Wechsel des Stationspersonales sind die Ursachen der im allgemeinen wenig befriedigenden Güte des meteorologischen Zahlenmaterials aus unserem Gebiet.
Bei einem orographisch so mannigfaltig gestalteten Lande wie Neu-Guinea müssen sich selbstverständlich bei näherer Erforschung trotz der allgemeinen Gleichförmigkeit des Tropenklimas grosse örtliche Verschiedenheiten der meteorologischen Verhältnisse je nach