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Beim Schreiben dieser wenigen Titelworte fühle ich mit ehrlicher Überraschung, welch unendliche Fülle unvergeßlicher Erinnerungen da vor meinem inneren Auge aufsteigt. Was sah ich da alles als Maler, was als Jäger? Welchen Zauber, welche Poesie rufen mir diese wenigen Worte wieder hervor! Und wäre ich jetzt ein zünftiger Federheld, ich traute mir es nicht zu, all das Schöne so zu schildern, wie ich es für nötig fände. Und nun bin ich gar bloß so einer von der Gilde des harmlosen Pinsels. —
Ein ideales Plätzchen liegt am Großen Ruaha, wo ich jagend schon mehrmals vor- überkam. Nun bin ich abermals hier. An Kühlendem Schatten ist hier Kein Mangel. Un- mengen herrlichster Borassuspalmen, dazwischen einzelne Baumwollbäume, SyKomoren, Mimosen und andere große Bäume stehen auf beiden Uferseiten. Der gleiche Baumwuchs erstreckt sich auf ziemliche Entfernungen in die Steppe hinein, allerdings mit dem Unterschiede, daß dann häufig graslose, freie Stellen eingestreut sind. An diese schließen sich wiederum umfangreiche Dornendickichte, zwischen denen vereinzelte, Knollige Sukkulenten (Fettpflanzen) durch ihre seltsamen Gestalten auffallen.
Auf einem baumlosen, großen Platz, den die Träger sogleich mit mächtigen Palmenwedeln sauber wie eine Tenne Herrichten, steht in Kürzester Zeit mein Zelt. Und als meine Parole lautet: „hier mindestens acht Tage Lager", gibt's große Freude. Bis zum Abend ist ein Kleines Dorf entstanden. In einiger Entfernung hinter meinem Zelte haben sich die Leute häuslich niedergelassen und gesellschaftsweise wetterfeste, mit Palmenblättern gedeckte Hütten erbaut. Einige Meter zu meiner Rechten ist ebenso schnell ein großer Rüchenbau entstanden. Ich habe nämlich den „mpishi" — Roch — aus bestimmten Gründen immer gern in sicht- und greifbarer Nähe, hinter der Rüche erhebt sich der stattliche „Museums"bau für die Trophäen, der aber auch gleichzeitig als Raum für die Arbeitslasten und als proviantschuppen dienen muß.
Obwohl wir im Zeichen der Trockenheit stehen, lasse ich diese „GKonomiegebäude" erfahrungsgemäß stets als Pfahlbauten aufführen, wodurch ich mir unerbetene nächtliche Museumsbesucher fernhalte und auch das Einschmutzen der Lasten verhindere. Des weiteren gewährleistet diese Bauart einen einigermaßen guten Termitenschutz, wenn man die Pfähle, auf denen das Gebäude ruht, mit einer ätzenden Masse bestreicht. Ich bediente mich — allerdings mit wechselndem Erfolge — der Arsenikseife, d. h. wenn ich genügend
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