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Es ist Mitte Februar. Ich bin wegen der sehr starken Regenperioöe nach wenig erfolgreicher Expedition aus dem Ubenalande nach Iringa zurückgekehrt. Nun habe ich beschlossen, schon morgen einen Zug nach dem Utschungwegebirge zu unternehmen, um dort mein Heil auf Elefanten zu versuchen. Wurden mir doch von dort aus verschiedenen Gegenden solche bereits gemeldet.
Der Kufstand, der in diesem Landstriche gewütet hatte, ist unterdrückt. Warum soll ich da Bedenken haben, die Gegend aufzusuchen. Wohl streifen noch vereinzelte Kufständige plündernd umher, stecken Hütten in Brand und rauben und morden dabei. Im allgemeinen haben sie aber doch vor dem Weißen, und besonders vor dem Militär, einen Heidendampf, haben sie etwas ausgefressen, folgt die Strafe meist auf dem Fuße, das wissen sie sehr genau.
Im vorigen Jahr habe ich ja den Kufstand mit allen seinen Schattenseiten zur Genüge Kennen gelernt. Zuerst unfreiwillig, dann lange genug freiwillig, alles ausgekostet und miterlebt. Ich wußte also — Bescheid!
viel mehr geht mir bei der jetzigen Regenzeit die Gefahr für den Erfolg meiner Expedition im Uovfe herum, wer diese Zeit voller Tücken und Beschwerden so Kennen gelernt hat wie ich, der weiß es auch, was es bedeutet, dann im afrikanischen Gebirge auf Elefanten jagen zu wollen. Schon der Marsch allein stellt an den Rörver außer- gewöhnliche Anforderungen.
Da erfahrungsgemäß mit der Zahl der Leute auch die Beschwerden und Hindernisse wachsen, nehme ich mir nur einen Kleinen Troß mit.
Die ersten fünf Stunden Nachmittagsmarsch bringen mich nach dem Posten himbu. Die scharfe Brise hat den grauen Wolkenbehang vor den fernen, blau-violetten Bergen zerrissen. Nun jagen die schweren Wolkenmassen dahin und öffnen meinen Blicken immer farbenprächtigere Fernsichten. Pittoreske, hohe und Kahle graue Felsblöcke streben empor- mitunter sind sie von Busch und Luphorbien umgeben. Die näheren Berge sind mit dichtem Miombobusch bestanden, aus dem gleichfalls ein Chaos von Felsgestein hervor- ragt. Dieses große Panorama überspannt ein prächtiger Wolkenhimmel. Er gibt für den Marsch die richtige Laune und Hoffnung aus bessere Tage.
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