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Im Lande meiner Modelle / von Wilhelm Kuhnert
Entstehung
Seite
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Km?Könms.rei!e nach dem ^udsm^^

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falsch verbunden!"

So ruft mir der vermaledeite Sprechkasten bereits ein paarmal zu, worauf ich dann mit einem Blicke der Verachtung wieder anhänge. Da rasselt es schon wieder in dem

unheimlichen Dinge himmelkreuzdonn---ja doch ich Komme ja schon!

hier Leipzig Illustrierte Zeitung hofrat Weber---"

Und nun geht's los. Gb ich morgen zu sprechen usw. Und ich sage zu allem Ja und Amen.

Tags darauf erscheint zur besprochenen Stunde der Chef der Firma I- Weber und legt mir die Frage vor, ob ich geneigt wäre, Seine Majestät, den Rönig Friedrich Kugust von Sachsen, auf einer Reise nach dem Sudan zu begleiten.

So Kommt mir also unerwartet ein gütiges Geschick entgegen. Obwohl seit einiger Zeit mit den Vorbereitungen zu einer neuen Reise beschäftigt, sage ich natürlich ohne weiteres zu. Und gerade Sudan! Ist doch der Sudan schon immer ein Traum meiner Sehnsucht gewesen!

So gehen auch die weiteren Verhandlungen mit dem Dresdner Hofe einerseits und dem Leipziger Verlagshause andrerseits schnell und befriedigend vom Stapel. Nun sind die letzten Besorgungen erledigt- der Tag der Abreise ist da.

Januar 19N! Seit vielen Tagen regnet es in Strömen bei Null Grad Thermometer­stand. Alle ll)elt ist verschnupft, ein jeder niest, es ist just das rechte Wetter, um die Sehn­sucht nach dem Süden anzufachen.

Wie ich abends Ludwigshafen erreiche, tritt urplötzlich andere Witterung ein. Eisig bläst der scharfe Wind aus Nordost. Und mit dem nächsten Morgen bricht ein sonniger, Klarer, aber eiskalter Wintertag an. Dieses wundervolle Winterwetter begleitet uns bis auf italienischen Boden, und bis Kurz vor Genua liegen rechts und links die herrlichsten Winterbilder an unserem Reisewege. Und wie uns schließlich die Winterpracht verläßt, bleibt uns immer noch der eisige Wind treu. Er bläst ebenso empfindlich Kalt wie daheim.

Am nächsten Mittag Punkt zwölf Uhr dampfen wir mit dem LlonddampferGroßer Kurfürst" aus dem Hafen von Genua. Durch die Anwesenheit Seiner Majestät des Rönigs Friedrich August hat die Abfahrt naturgemäß einen ganz anderen Charakter angenommen. Auch der Rommandant von S. M. 5.Hertha" ist zum Empfang und gleichzeitigem Ab­schied erschienen, und wie wir jetzt an dem deutschen Kriegsschiff vorüberfahren, salutiert

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