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Im Lande meiner Modelle / von Wilhelm Kuhnert
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Endlich!

Nach dreiundeinhalbstündiger Verfolgung Kann ich auf 50 Schritt diesem Kapitalen Gnubullen dem Streifengnu den Fangschuß geben.

Seit sechs Uhr morgens streifte ich in der Steppe umher. Aber so viele Mühe ich mir auch gab es wollte nicht Klappen. Die Hauptschuld trug wohl der fortwährend um­springende lvind.

Giraffen, Wasserböcke und verschiedenstes anderes Wild sah ich während der Vor­mittagsstunden genügend, aber mein Sinn stand nach dem Streifengnu, das ich wohl schon mehrmals gesehen, aber noch nie so recht zu Schuß bekommen hatte. Und wie vom Wasser- bock, wollte ich jetzt auch vom Gnu die andere Art besitzen.

Meine Uhr zeigt Kurz vor elf, da gewahre ich in weiter Ferne das ersehnte Wild. Die Leute lasse ich zurück,- im großen Bogen pirsche ich mich näher. Schon bei 300 bis 400 Meter gehen sie ab- und das geschieht jedesmal so. Sowie sie losgaloppieren, ver­falle auch ich in einen tollen Trab und stoppe in demselben Augenblick, wenn sie es tun. So zwingen mich dienvumbu" in der entsetzlichen Mittagshitze viermal zu solchem un­freiwilligen Flachrennen, bis ich ihnen endlich aus 200 Meter nahegekommen bin.

Aber Kaum will ich anbacken, machen sie von neuem Kehrt. Ich finde gerade noch Zeit, dem letzten sich zur Flucht wendenden Bullen im Moment des herumschwenkens einen schnellen Schuß anzutragen. Weidwund zeichnend geht er mit den anderen ab.

Km Anschuß liegt reichlich Schweiß. Nun ihnen wieder nach in vollster Schnelligkeitl

Nach einer Viertelstunde Kann der RranKe seiner Herde nicht mehr folgen und sondert sich ab. Des schlechten Windes wegen Kann ich ihm aber nicht nahe genug Kommen- auf einige hundert Nieter wird er stets flüchtig. Aber ich lasse nicht locker weiter geht es auf der Schweißfährte einmal muß ich doch endlich zu Schuß Kommen!

Da sehe ich den Bullen in etwas freierer Steppe neben einem Strauche stehen, und nun legt ihn mein Schuß endgültig um.

Als ich nach dieser dreiunöeinhalbstündigen hatz wie eine Maschine Keuchend neben meiner Beute stehe, muß ich unwillkürlich an meinen prächtigen Araberschimmel in Ägypten denken. Wie wohl hätte er mir jetzt getan! Aber leider ist das Jagen mit Pferden in unserem ostafrikanischen Schutzgebiet nicht gut durchführbar. Denn erstens halten sich Pferde dort überhaupt schwer, und dann erlauben es die Bodenverhältnisse

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