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IHächtige, hellgrau bis tiefschwarze Felsblöcke hat die allgewaltige Natur zu hohen Bauwerken geformt? nun gleicht der ganze, hart am Steppenrande gelegene Felsenhügel einer zerfallenen Burgruine. Durcheinandergestürzte 5teinmassen bilden Gruppen, Schluchten, große höhlen mit Eingängen, Stufen, Etagen und Plätzen. Ohne viel Phantasie Kann man das alles erkennen. Dazwischen wächst altes, Knorriges Buschwerk. In den Felsspalten wuchert verschiedenartiges, dichtestes Gestrüpp, und auch das unvermeidliche Schlingpflanzengewirr spannt seine Seile herüber und hinüber, so recht zum Wegversperren.
Wie Künstliche Steinstufen führt rechts eine solche Naturtreppe den hang hinauf. Sie geleitet zu einem mächtigen, spitz-dreieckig geformten Felsentor. Im Innern der höhle gähnt rabenschwarze Finsternis, vor dem Eingang, fast genau vor der Mitte, liegt ein sitzförmiger Steinblock, als harre er auf den dazugehörigen Torwächter.
Überall zeigen sich im Gestein wagerecht oder senkrecht verlaufende Spalten und Löcher, wodurch das ruinenhafte Bild noch deutlicher wird. Kus jedem dieser unheimlichen Schlünde entströmt es dumpf und Kalt wie Rellerluft.
Rlettert man weiter auf Umwegen verschiedenster Krt über Zinnen und Mauern hinauf, so gelangt man schließlich auf eine Kleine Geröllplatte, an deren Rande viele leuchtend-hellrote Blumen blühen.
von diesem Burggärtchen schweift der Blick im Umkreise über die meilenweite, herrliche und sonnendurchglühte Ebene, Wie flüssiges Silber schlangelt sich unten, etwa einen Rilometer entfernt, ein Fluß. Seine vielen Windungen bahnen sich Weg durch dichten Busch und hohes Gras. Immer weiter Kann man das Silberband durch die schier endlose Steppe verfolgen, bis es schließlich in der flimmernden Endlosigkeit als duftiges Nichts verschwindet.
Jenseits des Flußlaufes breiten sich im Zickzack verlaufende Busch- und Strauchparzellen, die der Ebene ein freundliches, fast parkähnliches Aussehen verleihen. Weit hinten am seitlichen Horizont zieht sich ein Wald von Borassuspalmen hin.
Direkt am Fuße der Bergfeste stehen in Kbständen zahlreiche Kegelförmige Termitenhügel. Sie dienen den Burgbewohnern als gern benutzte Warte für den ersten Kusguck. Dazwischen lugt an den Stellen, wo das Gras nicht zu hoch ist, ein scheinbar wenig betretener Negerpfad hervor. Kber die Menschen fehlen, die ihn einst begangen haben. Denn das täglich niedersteigende Raubgesindel hat sie gezwungen, eine andere Richtung einzuschlagen.
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