Limonit schmutzig-braungefärbt erscheint, tritt der Quarz stark zurück.
269. Kalk mit Magneteisen kristallen. Siidab- hang des Diliberggipfels.
Löcherig zerfressener bräunlicher Kalk, der zahlreiche bis 1 cm große, sehr unregelmäßig ausgebildete Kristalle von Magneteisen, Blättchen von unfrischem, stark ausgebleichtem Biotit und mehr vereinzelte Bruchstücke von Feldspat einschließt. Auf Amvitterungsflächen sind die Magnetitkristalle teilweise ausgewittert. Ob dieses Gestein als ein in Kalk umgewandelter Tuff anzusehen ist, läßt sich aus dem vorliegenden Handstück mit Sicherheit nicht entscheiden.
270a. Arfvedsonittrachyt. Siidwestfliigel der Dili- berggruppe.
Blaugraues Gestein mit kleinen Einsprenglingen von Sanidin in einer dichten Grundmasse von felsi- tischem Gefüge, die Andeutung einer Fluidalstruktur
zeigt und im wesentlichen aus Sanidin, Arfvedsonit, Cossyrit und einem hellbräunlichen wirr- oder radialfaserigen glimmerähnlichen Mineral besteht.
270b. Zersetzter Arfvedsonittrachyt. Fundort derselbe.
Gelblich-graues, porös-rauhes, tuffartiges Gestein mit vielen kleinen Einsprenglingen von Sanidin und vereinzelten brockenartigen Partien. Auf kleinen langgezogenen Drusen sitzen zahlreiche schlanke Nädelchen von Alkalihornblende. Die Grundmasse der kleinen Brocken ist ausgesprochen trachytisch, dagegen zeigt das sie umgebende Gestein felsitisches Gefüge und erscheint schlierig-fluidal. Dieser Trachyt, dessen Grundmasse zum Teil ursprünglich glasig, vielleicht bimssteinartig entwickelt war, ist also durch eutaxi- tische Struktur ausgezeichnet.
271. Lateriteisenerz. Westlich des Diliberges. 272 — 275 siehe Ngorongoro.
XII. Chemische Analysen einiger Wasser- und Bodenproben.
Die Kgl. geologische Landesanstalt in Berlin hat auf meinen Antrag etliche Wasser- und Bodenproben meiner geologischen Sammlung durch Herrn Dr. Arthur Bö h m analysieren lassen, wofür ich hier meinen besten Dank abstatte. Die bei jeder Probe angegebene Nummer ist die Nummer der Probe in meiner geologischen Sammlung. Die spezisischen Gewichte wurden am PTmdort selbst bestimmt.
Nr. 23. Salz aus Überschwemmungsgebiet des Pan- gani, den Boden in Vertiefungen bedeckend, nachdem das Wasser eingetrocknet ist.
Qualitative Analyse.
Auszug mit conc. HCl.
F : ise T Td .1 ziemlich reichlich
lonerde.)
vorhanden
sehr geringe Spuren reichlich wenig
nicht vorhanden nicht vorhanden sandig-tonig reichlich vorhanden Spuren.
Einzelbestimmungen.
Salpetersäure.nicht vorhanden
Dü 01 '.geringe Menge
Brom.j
j 0( j .... | n | c p t vorhanden.
Nr. 72. Wasserprobe. Chuntejbach, Iraku.
Allgemeine Eigenschafte n.
Aussehen.Das Wasser enthielt einen Boden
satz von Eisen-Tonerdehydrat; das liltrierte Wasser war farblos
Geruch.geruchlos
Geschmack. —
Reaktion.neutral
Spez. Gewicht. —
Rückstand bei 180 0 . . . 0,0122°/,,.
Analyse des Rückstandes nicht ausgeführt.
Nr. T04. Wasserprobe. Nordöstlicher Zufluß des Balangdasees (Abfluß des Baschenedsumpfes). Allgemeine Eigenschaften.
Aussehen.Das Wasser hatte einen sehr
geringen Bodensatz; das filtrierte Wasser hatte hellgelbe Farbe und wurde nach kurzem Stehen an der Lu ft milchig trübe Geruch .deutlich nach H 2 S. In frischem Zu
stande nicht wahrgenommen
Geschmack.in frischem Zustande etwas erdig
schmeckend
Reaktion.neutral
Spez. Gewicht. —
Rückstand.0,0586 °, 0 .
Analyse des Rückstandes nicht ausgeführt.
Nr. 102. Wasserprobe. Balangdasee, uferfernste
Gegend im SW des Sees.
Allgemeine Eigenschaften.
Aussehen.Das Wasser enthält einen dunkel
grauen tonigen Bodensatz; das filtrierte Wasser war gelb gefärbt
Geruch.unangenehm, z. T. nach H 2 S
Geschmack. —
Reaktion.stark alkalisch
Spez. Gewicht . . . .' . 1,102 bei 18 0 .
Analyse des Rückstandes.
Tonerde. \ 0 , Bariumoxyd • • • j
Eisenoxyd . ... j 0,0025 /o , Strointiumoxyd . \ fehlt Manganoxydul ... — ; Calciumoxyd . . . J
Kalk.
Magnesia.
Natriumoxyd.
Kaliumoxyd.
Lithiumoxyd.
Schwermetalle außer Fe Rückstand vom Auszug .
Kohlensäure.
Schwefelsäure . . . . Phosphorsäure . . . .