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portliche Veranstaltungen nehmen einen breiten Raum im öffentlichen Leben unserer Kolonie ein. In fast allen größeren Ortschaften schreitet man fort mit der Gründung von Renn- und anderen Sportvereinen.
Die hervorragendste Rolle spielt der Reitsport, und jeder, der kaum mehr vom Pferd weiß, als daß es vier Beine hat, schwingt sich in den Sattel. „Wohl mit Recht bewundert man einen Herrn, der reiten kann," sagt Wilhelm Busch sehr witzig, und dieses Wort des großen Humoristen fällt mir immer wieder ein, wenn ich unsere Straßenbilder mit offenen Augen ansehe; denn man erblickt hier oft die unglaublichsten Figuren auf dem Pferde, und es werden zuweilen wirklich starke Zumutungen an die Geduld der Pferde wie an den Schönheitssinn des Publikums gestellt. Auch halten manche es für „chic", den ganzen Tag mit hohen Reitstiefeln und Schambock herumzulaufen. Meistens sind es die Neulinge, die auf diese Weise zeigen wollen, daß sie nur für den Sattel geboren sind.
Neben diesen harmlosen, erheiternden Erscheinungen gibt es allerdings auch Leute genug, die sich mit den Jahren in Afrika zu guten Reitern heranbilden, wenn auch solche, die wirklich reiten können, mit der Laterne zu suchen sind. Allerdings muß man hier in Betracht ziehen, daß eine richtige Schule für Afrika nicht immer anwendbar ist, sondern Roß und Gelände oft eine andere Reitkunst bedingen, als sie in der heimat-
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