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7. Unsere Diamantfelder.
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s war einmal eine öde trockene Sandwüste; kein Gräschen, kein Halm entsproß dem klippigen Boden, kein Quell rieselte durch die unermeßlich weiten, in sengende Sonnenglut getauchten Sanddünen. Es war ein armes, verwunschenes Land. Da eines Tages öffnete der Himmel sich, und ein seiner Sprühregen fiel auf die Erde herab. Die glitzernden Tropfen lagen auf dem Wüstensand, aber sie versanken nicht in dem weichen, weißen Boden, sondern nahmen eine feste Form an, zwar noch funkelnde Tautröpfchen, aber hart und unlösbar. Und die Menschen kamen und hoben sie auf und riefen: Seht ein Wunder, ein Wunder! Und das arme Land war ein kostbares Besitztum geworden. Das ist das Märchen von Lüde- ritzbucht.
Am 14. April des Jahres 1908 fand der Kapjunge Peter Zacharias Lewala ein kleines, kristallhelles Steinchen im Wüstensande; er brachte es seinem Herrn, einem Bahnmeister an der Eisenbahnstrecke Lüderitzbucht—Keetmanshoov. „Sieh mal Mister," sagte er, „Moy Klip".*) Der Bahnmeister betrachtete aufmerksam den klaren Stein und wurde stutzig; dann ließ er sich von dem Vorsteher eines chemischen Laboratoriums seine aufsteigende Vermutung bestätigen. Es war der König aller Edelsteine, ein Diamant von reinstem Wasser. Nun begann
„Schöner Stein".
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