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^ 6. Das Christenium der ^ ^ Eingeborenen. ^
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chon in der Schule hat man gelernt, daß die Negervölker Südafrikas, insbesondere die Buschmänner, Klivvkaffern, Hottentotten, auf einer recht tiefen Kulturstufe stehen. Wie will man da von Äußerungen echten Christentums reden! Wird ihnen dies nicht nur eine an der OberflächeHaftende, mühsam eingelernte und kaum erfaßte Welt von Rätseln bleiben?
Spricht man mit den Missionaren darüber, so wird jeder von ihnen in ehrlichster Überzeugung die Ansicht vertreten, daß seine farbigen Täuflinge imstande seien, das Christentum in seiner ganzen Tiefe und Schönheit zu begreifen, und daß mancher unter ihnen von hervorragender Glaubensfreudigkeit Zeugnis ablege, mehr als viele Weiße, denen das Evangelium unter so viel günstigeren Verhältnissen geboten werde.
Dagegen gibt es wieder Leute genug, die den Eingeborenen jedes Fassungsvermögen in Religionssachen abstreiten. Sie behaupten, ihr Kirchenlaufen entspringe nur der Sucht, ihre neuen Kleider zu zeigen und ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Singen, nachzugehen. Die Missionare und Lehrer bauen auf die eigene Glaubenskraft und die Macht der persönlichen Überzeugung, die Farmer und Kaufleute sind ärgerlich, wenn ihnen die Bambusen von der Arbeit weg in die Kirchen laufen. Beide gehen einen Schritt zu weit. Nehmen wir also die Mittelstraße.
Der Eingeborene, selbst im Durchschnitt gerechnet, besitzt gute Auffassungsgabe und ausgeprägten Sinn für Recht und
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