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Briefe eines deutschen Mädchens aus Südwest / von Clara Brockmann
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Seite
19
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C Z. Klima und Gesundheiks- ß s Verhältnisse. ^

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ie oft sind mir die Fragen gestellt worden: Wie ist das Klima in Südwest beschaffen? Ist es gesund? Wird man kein Fieber bekommen? In nachfolgenden Zeilen möchte ich versuchen, den Leser über die Gesundheitsverhältnisse, Vorteile und Nachteile unseres Klimas zu unterrichten.

Da Südwest ein subtropisches Land ist, haben wir hier im Gegensatz zu dem ständigen Sonnenbrand der heißen Zone den Wechsel zwischen Tageshitze und erquickender Kühle der Nacht, selbst nach den heißesten Sommertagen sinkt die Tempe­ratur nach Sonnenuntergang ganz erheblich; dadurch wird der Erschlaffung vorgebeugt und der Körper gestählt und erfrischt.

Man kann getrost die Behauptung aufstellen: Südwest­afrika ist unsere gesündeste Kolonie. Dies ist schon ohne weite­res aus der Verordnung des Auswärtigen Amtes zu ersehen, das die Dienstperiode der Beamten in Kamerun auf 1^2, in Ostafrika auf 2 und in Südwest auf 3 Jahre festgesetzt hat. Dennoch muß der Einwanderer eine eiserne Gesundheit mit­bringen; Haupterfordernis ist vor allen Dingen ein durchaus gesundes Herz. An dieser Bedingung muß ohne Einschränkung festgehalten werden. Die Luft im Innern des Landes ist äußerst dünn, besonders gilt dies für Windhuk, das 1600 ro hoch in den Bergen liegt. Das Herz hat hier infolgedessen viel mehr Arbeit zu verrichten als im heimatlichen Klima, und

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