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Briefe eines deutschen Mädchens aus Südwest / von Clara Brockmann
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Vorwort.

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iele Bücher über Deutschlands Kolonien sind in den letzten Iahren in die Welt hinausgegangen. Gute, tapfere Bücher waren es zumeist, die besonders unsere volkstümlichste Kolonie, Deutsch-Südwestafrika, in den Vorder­grund der Beachtung stellten, von den schweren Tagen unserer braven Truppen in dem sonnendurchglühten Steppenlande er­zählten und von dem allmählichen Wiederaufbau seines durch den Aufstand lahmgelegten Wirtschaftslebens. So wurde dieses Stück Deutschland imdunklen Erdteil", das durch viel edles Blut errungen ward, der Heimat nähergebracht, überall im Mutterlande erwachte der Kolonialgedanke und wuchs das Ver­ständnis für unsere Pflichten dieser jungen Kolonie gegenüber und für unsere Kulturaufgaben in Südwestafrika.

Und doch ist das eigentliche, alltägliche Leben, sind die Sitten und Gewohnheiten drüben den größten Kreisen in der Heimat fremd geblieben. Das be­wiesen mir die Anfragen, die nach meiner ersten Rückkehr aus Südwest an mich herantraten. Oft stieß ich aus un­vollkommene und falsche Vorstellungen, ja zuweilen auf gänzliche Unkenntnis der heutigen Verhältnisse in der Kolonie. Und immer waren es die typischen, stets wieder­kehrenden Fragen, die Aufklärung verlangten: Wie sind die Aussichten für die Farmerei? Wie sieht es auf den Diamant­feldern aus? Welche Frauenberufe sichern drüben eine

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