Anhang.
Ergebnisse meiner Korallenriff- und Plankton-
stndien.
AVenn ich die seit meiner schon im Vorwort erwähnten Korallenriffarbeit erschienene Literatur hier berücksichtigen wollte, so würde ich sehr geräumig ausholen müssen. Eine solche kritische Würdigung der neueren Forschungen an dieser Stelle ist nicht möglich. Vielmehr liegt mir nur daran, hier in kurzer Zusammenfassung die Gründe noch einmal klarzulegen, welche mich veranlassten, diese Studien von neuem aufzunehmen und im besonderen die Ergebnisse derselben zu schildern.
Zum Verständnis ist es aber nötig, einen Abriss über die Theorien betreffs der Entstehung der Atolle zu geben.
Forst er, welcher Cooks erste Erdumseglung mitmachte, und Chamisso, der Begleiter Kotzebues, nahmen noch an, dass die Atolle aus den grossen Tiefen des Meeres emporwüchsen oder die Krönungen submariner Krater seien. Mit Recht wandte man gegen die letztere Ansicht ein, dass hierzu eine Menge von submarinen Kratern bis dicht unter die Meeresoberfläche gereicht haben müssten, was doch kaum möglich sei.
Darwin war es dann, welcher während einer Erdumseglung auf dem „Beagle" 1831—36 seine Senkungstheorie begründete. Er führte aus, dass an den Flanken einer stationären hohen Insel sich Strandriffe bildeten, aus denen bei eintretender säkularer Senkung Barrierenriffe entstünden. (Siehe Fig. 3, Seite 64: betreffs der Strandriffbildung von Hawaii). Dauert fernerhin die Senkung an, so sinkt schliesslich der Berggipfel der Insel unter Wasser, während das ringsum weiterwachsende Korallenriff einen Gürtel bildet. So entstehen nach Darwin die Atolle.