Zehntes Kapitel.
Rückkehr nach Samoa 1 über Sydney, Nen-Kaledonien
und Fidji.
Die Fahrt von Nauru nach Sydney dauerte zwölf Tage, und der Aufenthalt in letzterer Stadt zwei. Gerne wäre ich. hier einige Zeit gehliehen, nicht allein um mich in dem subtropischen Klima zu erholen, sondern auch um alte Bekannte und Plätze wieder zu sehen, die ich während eines mehrmonatigen Aufenthaltes auf dem „Bussard" im Jahre 1894 hier kennen gelernt hatte. Dasselbe Kriegsschiff war nun gerade auch wieder hier, und ich benützte die Gelegenheit, um die Mitnahme einiger wertvoller Privatinstrumente mitzugeben, weil ich sie an Bord des Kriegsschiffes sicherer wähnte als auf einem Handelsschiff. Aber die See vereitelte diese Hoffnungen, denn sie wusch beim Auslaufen aus dem Sydneyhafen meine Kisten vom Deck des „Bussard" herab. Ich selbst benützte die erste Gelegenheit, um mit einem Kohlendampfer nach New Castle zu fahren, da ich hörte, dass dort am Freitag, den 15. April, ein Viehdampfer nach Numea fällig sei. Die Wohlgerüche des Orients umgaben mich zwar nicht auf der weiteren Fahrt, da ich auf dem Deck immer mitten unter den Hammeln sitzen musste, aber das Essen war doch weit köstlicher als auf dem „Arthur", der so ziemlich das Schlimmste geboten hatte, was ein englischer Dampfer zu leisten vermag. Sechs Tage dauerte die Überfahrt von New Castle nach Numea, und so befand ich mich erst am Donnerstag, den 21., in
1 Beachte bei Aussprache des Samoanischen, dass g = ng gesprochen wird, und der Hauch ' einen Vokal von anderen mit starkem Absatz trennt, z. B.fai = fa — i.