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Prieska, 8. Juli 1908.
Nochmals Rhodes. — Freundliche Grüsse. — Lehren für die Ovambofrage. — Posten am Caprivizipfel. — Die Viktoriafälle des Zambesi. — Bulawayo. — Rhodes' Grab in den Matopo- bergen. — Abreise von Prieska. — Der Niedergang von Kapstadt. — Zuvorkommenheit der Engländer. — Die Deutschen in
Südafrika.
Vom ersten Tage, an dem man den Fuss auf südafrikanischen Boden setzt, bis zur Abreise aus britischem Gebiet kehrt ein Name täglich wieder, der mit Verehrung, oft mit beinahe ehrfurchtsvoller Scheu genannt wird. Es ist der Name von Cecil I. Rhodes. In meinem Brief aus Kapstadt erwähnte ich ihn und in diesem, meinem letzten Bericht aus Britisch-Südafrika muss ich auch noch von ihm erzählen. Auf das Zustandekommen eines grossen südafrikanischen Reiches war sein Wollen und Wirken gerichtet, und heute geht sein Wunsch der Erfüllung entgegen: eine mächtige Bewegung hat das ganze Land erfasst, welche auf die eine oder andere Art zu einem Zusammenschluss der einzelnen Kolonien führen muss.
Von Musterfarmen, Gestüten und grossartigen Bewässerungsanlagen angefangen, bis zur de Beers Gesellschaft und Chatered- Compagnie, deren Unternehmungen in ihrem Werte nach Hunderten von Millionen zählen, stösst man täglich auf Schöpfungen, die mit Rhodes im Zusammenhang stehen. Was sein Wille einmal erfasst hatte, das wurde durchgesetzt, wenn es auch noch so unmöglich erschien. Nur ein Beispiel: während der 223 Tage dauernden Belagerung von Kimberley durch die Buren im Jahre 1899 Hess Rhodes für die englische Besatzung, der die Munition ausgegangen war, in den Werkstätten der
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