Vorwort.
Wenigen von denen, die meine Berichte über die Reise des Staatssekretärs Dernburg durch Britisch- und Deutsch-Südafrika in den Zeitungen gelesen haben, wird es zum Bewusstsein gekommen sein, welche Summe von Arbeit in ihnen steckt und unter wie schwierigen Umständen sie oft verfasst worden sind.
Zu jeder Tag- und Nachtstunde, im Zuge, auf der Karre, im Automobil, auf dem Schiff, im komfortablen Hotel und auf dem nackten Boden hegend, in eisiger Kälte und glühender Hitze ist an ihnen geschrieben worden, sobald sich eine freie Halbestunde fand. Wiederholt musste ich die Nächte durcharbeiten, damit die Briefe noch mit der Europapost mitkamen und das bedeutete etwas bei den anstrengenden Tagestouren, wo jede Minute ausgenutzt wurde.
Oft kam mir der Gedanke, dass die aufgewandte Arbeit und Mühe in keinem Verhältnis stände zu der Würdigung, die sie finden würde. Allein ich wurde angenehm enttäuscht.
Gegen 700 Anfragen und Zuschriften, darunter aus England, Holland, Frankreich, Oesterreich und Südamerika zeigten mir nach meiner Rückkehr, welche Beachtung meine Veröffentlichungen gefunden hatten — Dies und die ausserordentlich günstige Aufnahme, welcher die Buchausgabe meiner Berichte durchweg in der Presse begegnet ist, erfüllen mich mit der freudigen Genugtuung, dass mein Bemühen die wichtigen Ergebnisse dieser zweiten Kolonialreise des Staatssekretärs Dernburg auszuarbeiten und im Zusammenhange niederzulegen, nicht umsonst gewesen ist.
In wenigen Wochen war die erste Auflage des Buches vergriffen und das hat meinen Verleger in den Stand gesetzt, meinem Wunsche nachzugeben, den Preis von Mk. 2.80 auf Mk. 1.50 herabzusetzen und dabei doch noch die Ausstattung bedeutend zu verbessern.