Achtes Kapitel.
Die Ealik-Eätakinsulaner.
Über die Geographie der Inseln ist genügend in den vorhergehenden Kapiteln gesagt worden, es mag jedoch erwünscht sein, noch einiges über die Lebensgewohnheiten und die Werktätigkeit der Eingeborenen zu hören. Man rechnet sie mit den Gilbert- insulanern und den Bewohnern des grossen Gebietes der Karolinen zusammen zu den Mikronesiern. Der 180. Längengrad scheidet die Südsee ziemlich reinlich; östlich von ihm liegen die polynesischen Inseln — mit Ausnahme von Neu-Seeland, das genau südlich von den Marshallinseln liegt — und westlich vom 180° Mikro- nesien und Melanesien. Was innerhalb der beiden Schenkel des mikronesischen Winkels liegt, südwestlich im allgemeinen von den drei Inselgruppen, fasst man unter Melanesien zusammen. Die Melanesier, die Bewohner von Neu-Guinea, dem Bismarckarchipel und den Salomoninseln usw., kann man gemeinhin als Neger bezeichnen, denn äusserlich betrachtet unterscheiden sie sich von den afrikanischen Schwarzen nicht sonderlich. Sie sind hager, häufig wadenlos und haben ein wolliges Haar. Die Poly- nesier hingegen sind von voller Körperform, hochgewachsen und von hellbrauner Farbe, ihrem Urbilde, den Malaien gleichend. Ihr Haar ist kurz bis langwellig, wie man es auch häufig bei uns in Europa findet. Den Polynesien! nun stehen die Mikronesier näher als die Melanesier, wenigstens körperlich betrachtet, denn ihre Farbe ist hellbraun, nur mit etwas mehr Gelb und Schmutz eingeworfen als beispielsweise bei den Samoanern; auch ist ihre Körperbildung nicht so vorteilhaft. Unscheinbare Gestalten sind häufiger, und die Frauen sind vielfach geradezu zwerghaft klein. Besonders