Siebtes Kapitel.
Zweiter Aufenthalt auf den Ilalik-Rataltinseln. (Marshall I.)
Am Donnerstag, den 3. Februar 1898, vormittags 11 Uhr, war der „Merkur" nach viertägiger Fahrt glücklich in der Djalut- lagune zu Anker gegangen. Der Eegen strömte vom Himmel, als wir uns an Land begaben, und da er auch während des übrigen Tages andauerte, hatte ich Mühe, meine Sachen einigermassen trocken zu landen. Als ich wieder den Fuss ans Ufer setzte, traf ich als ersten auf Kabua, welcher mir im Laufe des Gesprächs mitteilte, dass seine königliche Lustjacht, welche nach seinem Töchterchen „Benak" genannt ist, am darauffolgenden Tage unter der Führung des Häuptlings Nelu nach den nördlichen Inseln fahren würde, um seinen Untertanen das Signal zum Kopraschneiden zu geben. Es Avar mir sofort klar, dass ich diese Gelegenheit benützen müsse, wenn ich überhaupt noch andere Inseln der Marshallgruppe ausser dem Atoll Djalut zu sehen bekommen wollte. Das Bedürfnis nach Ruhe durfte solchen prächtigen Einladungen gegenüber nicht aufkommen, und so beschloss ich meine Sachen, die ich bald darauf mitLoveläg zusammen an Land holte, gleich für die neue Fahrt bereit zu stellen. Da Kabua nur seiner eigenen, heimatlichen Sprache mächtig ist, und mir eine geschäftliche Auseinandersetzung mit ihm deshalb nicht möglich war, begab ich mich im Lauf des Nachmittages zu Nelu, um mit ihm über meine Mitnahme zu verhandeln. Er seigte sich sehr bereitwillig und forderte nur einen Entgelt von 3 Mark pro Tag, wofür er mir sogar versprach, nur allein für mich von Likiep aus, dem eigentlichen Reiseziel, noch nach dem äussersten Nordosten, nach Ailuk und