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Hawaii, Ostmikronesien und Samoa : meine zweite Südseereise (1897 - 1899) zum Studium der Atolle und ihrer Bewohner / von Augustin Krämer
Entstehung
Seite
330
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Sechstes Kapitel.

Die Bewohner der Gilhertinseln.

Es kann nicht meine Absicht sein, hier ein vollständiges Bild über die Gilbertiner einzuschieben. Ich würde dazu nötig haben die Arbeiten von Wilkes im fünften Band der United States Exploring Expedition, FinschsEthnologische Erfahrungen und Belegstücke aus der Südsee" (dritte Abteilung Mikronesien), Parkinsons Abhandlung im zweiten Band des Internationalen Archivs für Ethnographie, eine englische Missionsarbeit im ersten Band des Journal of the Polynesian Society und eine französische von Hartz erLes lies blanches des mers du sud" nebst zahlreichen kleineren heranzuziehen, deren kritische Würdigung allein einen Band für sich in Anspruch nehmen würde. Damit soll aber nicht gesagt sein, dass die Gilbertinseln ethnographisch gut bekannt wären. Überall Notizen und Andeutungen, aber keine ausgiebige wissenschaftliche Behandlung. Das was ich in dem folgenden bringe, sind im wesentlichen nur meine eigenen Beobachtungen, die bei dem vagabundierenden Leben und mangels eines guten Dolmetschers auch nur recht unvollständig sind. Über vieles ist schon im vorher­gehenden Kapitel berichtet, im besonderen über die Geographie der noch so schlecht vermessenen Atolle, von denen ich ihres gleich- mässigen Aussehens halber nur wenig Abbildungen bringe. Hat doch gerade solche, sowohl von den Gilbert- als auch von den Marshall­inseln in ausgezeichneter Grösse und Ausführung Alexander Agassiz in seinem WerkeThe coral reefs of the tropical Pa­cific" gebracht, lauter Lichtdrucktafeln, fast in Quartformat! Wer könnte mit solcher amerikanischen Munifizenz wetteifern! So ist es mir möglich, meine Studien hier kurz zusammenzufassen. Die