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Hawaii, Ostmikronesien und Samoa : meine zweite Südseereise (1897 - 1899) zum Studium der Atolle und ihrer Bewohner / von Augustin Krämer
Entstehung
Seite
253
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Fünftes Kapitel.

Fahrt nach den Gilbertinseln.

Zwei Tage dauerte bei einer steifen Nordostbrise die Über­fahrt von Djalut nach Butaritari, der nördlichsten der Gilbert­inseln. (Fig. 15.) Butaritari bildet ein Dreieck mit der Spitze nach Süden. Wir bekamen zuerst die an der Westspitze gelegene Insel Pikät in Sicht, und fuhren dann an der Südwestseite des Atolls da­hin, welche aus zahlreichen kleinen Inseln besteht. Nur in der Mitte dieses Dreieckschenkels liegt eine grössere, einen stumpfen Winkel bildende Insel, auf welcher wir mehrere Eingeborenenhütten sahen

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und welche auf den Karten Tukurere heisst. Es soll der Sitz des Königs sein, welcher wegen Erkrankung an Syphilis häufig hier­her sich zurückzuziehen pflegt. Zwischen dieser Insel und der Süd­spitze des Atolls liegt die grosse Einfahrt, ungefähr 500 m breit und ohne wesentliche Untiefen mit Ausnahme eines grossen Steines nahe der Königsinsel. Auf der anderen Seite der Passage, in die wir aber nicht einfuhren, sahen wir auf dem Riff die Trümmer eines gestrandeten Schoners, desFlink" der Jaluitgesell- schaft, der hier in Lee zu Anker gehen wollte, aber dabei stran­dete. Ein bald eintretender Weststurm besiegelte sein Schicksal und brach ihn in drei grosse Stücke, die getrennt voneinander herumlagen. Weiter ging es an der Südwestseite der grossen Haupt­insel Butaritari entlang bis zur Südspitze, von der aus sich die Insel noch weit nach Nordosten hin ausdehnt. Sie nimmt fast ununterbrochen nahezu die ganze Südostseite des Dreiecks ein, welche also einen grossen Wall bildet, während die Nord- und Südwestseite aus zahlreichen kleinen und kleinsten Inselchen in mehr oder wenigen grossen Abständen voneinander zusammengesetzt