denke mir, daß bei der Verwendung der Gaben eines jeden von uns an geeigneter Stelle weder unsere Kolonie noch unser Vaterland wesentlich schlechter gefahren wäre, als bisher.
Und wenn die Geschichte dereinst Peters ein wesentliches Verdienst um die deutsche koloniale Sache wird zuerkennen müssen, so wird sie zugleich doch nicht umhin können, gegen ihn den schwerwiegenden Vorwurf zu erheben, daß er seiner Nation von dem, was sie von einer selbstlosen Betätigung seiner Fähigkeiten erwarten durste, einen großen Teil schuldig geblieben ist, weil sein Wollen nicht an seinem Können scheiterte, sondern an seinem Charakter. Er gab ein Beispiel des Mangels jeglicher Selbstdisziplin und selbstloser Hingabe an die von ihm vertretene Sache. Mit Recht wird ihm deshalb dereinst die Schuld dafür zugemessen werden, daß das in dem Knsangsstadium unserer Kolonie einsetzende freie Spiel der Kräfte, in dem der Tüchtigste das ausgedehnteste Gebiet der Betätigung hätte finden müssen, jahrelang unterbunden wurde zugunsten eines öden Vureaukratismus. Draußen lahmte dieser manche brauchbare Kraft, in der Heimat machte er wertvolle Teile des Bauwerkes kolonialer Begeisterung abbröckeln, doch sollen wir, wenn der Schein nicht wieder trügt, demnächst davon erlöst werden.
Eines Kbends in den ersten Tagen des Juli 1885 landete ich in Sansibar mit den Verträgen in der Tasche, die uns das Ufergebiet des größten Flusses unseres heutigen Schutzgebietes sicherten. Das Nachhallen der während meines einsamen Kusenthaltes im Innern ertragenen Beschwerden, die Anstrengung des Marsches, die gespannte
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