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In den Wildnissen Afrikas und Asiens : Jagderlebnisse / von Dr. von Wissmann. Mit 28 Vollbildern und 42 Textabb. von Wilhelm Kuhnert
Entstehung
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Gazellen und kleine Antilopen.

D

er

Leser dieser Erzählungen wird nicht

selten an Ausdrücken Anstoß nehmen, die das Weidmannsohr befremden, denn es ist schwer, unsere weidmännischen Bezeichnungen auch auf fremdes Wild zu übertragen. Ist der weibliche Elefant Tier",Kuh" oder gar (er gehört ja zu den Viel- hufern)Sau"? Ebenso das Nashorn oder Flußpferd. Letzteres wird hie und da mitHengst" undStute" unterschieden, da es ja Flußpferd heißt. Dem Aus­sehen nach ist es aber ein mächtiges Schwein, und trotzdem sagt man doch gewöhnlich Flußpferd-Kuh" und -Bulle".

Die Grenze zwischen Hoch-, Mittel- und Nieder­jagd ist für fremdes Wild noch nicht gezogen, und am besten sagt man wohl: Groß-, Mittel- und Klein­wild.

Zum kleinen Wilde in Afrika rechnet man gewöhn­lich die Gazellen und Zwergantilopen, zum Mittelwild die großen Antilopen, Zebra, Strauß etc. und zum großen Elefant, Nashorn, Flußpferd, Giraffe und Büffel. Kleines Wild würde also umfassen: die Wald- und Sumpfböcke, Riedböcke, Ducker, Gazellen, Klippspringer, Steinböckchen und Zwergantilopen.

Die Sumpfböcke stehen in den Mangrove-Sümpfen und Deltas der Mündungen afrikanischer Flüsse, in feuchten Niederungen und an den Ufern von Flüssen, Seen und Lagunen.

Den Sumpfböcken in ihrer Lebensweise am nächsten kommen die hauptsächlich an Flußufern, in feuchten Wiesen und Schilfbeständen, weniger in großen Sümpfen stehenden Riedböcke. Ihnen folgen die im Urwald sowohl, als in dichtem Buschgelände lebenden Waldböcke, Zwergantilopen und Ducker und endlich die große Anzahl der verschiedenen Gazellen, die die Steppen, ja Wüsten bewohnen und mit der kargen, spärlichen Äsung der erbärmlichsten und trockensten Landstriche vorlieb nehmen, mit Ausnahme der schönen Palla (Aepyceros melampus), die Wald- und Parklandschaft bevorzugt.

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Thomson-Gazelle.