Jagd auf Elenantilopen in Südafrika.
Was gibt es wohl schöneres für den Jager, als aul dem sicheren, schnellen Jagdpferde durch die weite, unbegrenzte Wildnis dahin zu jagen, nicht an den Raum gebunden, von keiner Bestimmung oder Verordnung, von keiner Grenze eingeschränkt, als nur von dem eigenen Rechtsgefühl des richtigen Jägers?
Wo das Wild steht und wo Wasser ist, da ist der Jäger zu Hause, kann er sein Lager schlagen; die Wildnis steht mit dem, was sie hat, mit Holz zum Feuern, mit ihrem Gras für seine Jagdpferde, mit Wasser, mit dem Wild für seine Küche ganz zu seiner Verfügung; ja, sie liefert ihm, wenn er genügsam und an dieses Leben gewöhnt ist, fast alle Bedürfnisse für ein Dasein, so frei und so schön, so voller Abwechslung und voller Reiz, wie es in Kulturländern gar nicht denkbar ist.
Leichter noch wie in den Wildnissen des äquatorialen Afrika reist und jagt es sich im Süden des Kontinents. Hier ist die Flora nicht so wild wuchernd wie dort, hier gibt es keine Urwälder, die den Weg versperren, keine großen Flüsse, und überall kann man mit dem bequemen Ochsenkarren durchkommen, der es erlaubt, manche Annehmlichkeit der Zivilisation bei sich zu führen, der auch eventuell das Zelt oder die Grashütte' ersetzt und auch nicht so abhängig macht von dem Vorhandensein des Wassers, denn man kann sich wenigstens für Jäger und für Pferde mit Wassel versehen — und der Zugochse Südafrikas ist sehr genügsam.
Das Jagdpferd Südafrikas, wohl von den Buren, diesen größten Jägern aller heute lebenden Völker, zu dem gezüchtet, was es heute ist, ist hart und genügsam, sehr sicher, leidlich schnell, vor allem aber leicht abzurichten zur Jagd. Kauft man ein gutes Jagdpferd, so ist es selbstverständlich, daß es zum Stehen abgerichtet ist, das heißt, daß es, wenn der Jäger zum Feuern abspringt, die Stelle nicht verläßt, und, wählend