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Flußpferd.
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Mit keiner Art des afrikanischen Wildes bin ich so vertraut wie mit dem „Weißbier- Spießer" unter den vierfüßigen Bewohnern der afrikanischen Wildnis, dem Flußpferd. Die fette Behaglichkeit, das große M—und werk, der Leibesumfang, das feuchte Dasein, die Freude an der Gesellig-
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yJjfifz keit, alles hat es mit der Species Civis alboccrevisiacus
berolinensis Lin. gemein, und hieran mag es auch liegen, daß ich mich zu diesem, heimische Erinnerung weckenden Wilde so sehr hingezogen gefühlt habe.
Kaum hat ein anderer so viel Gelegenheit gehabt, in so verschiedenen Gegenden diese Uberreste einer riesigen, vorzeitlichen Tierwelt zu studieren.
Ihrem Benehmen nach zerfallen für mich die Hippopotamen in zwei Kategorieen; die eine lebt dort, wo der Weiße schon jagte oder der Neger Feuerwaffen hat, die andere, w t o dies nicht der Fall.
Hier ist das Tier ein harmloses, ruhiges, nur seinem Bauch und seiner Liebe lebendes Geschöpf, furchtlos, weil es keinen Feind kennt, und ungefährlich, w 7 eil es mit keinem Wesen den Kampf ums Dasein aufzunehmen hat, und infolge davon ist es natürlich ziemlich stumpfsinnig, unvorsichtig, ja dumrhdreist.
Der Eingeborene, der nur über Bogen und Speer als Waffen verfügt, kann dem Flußpferde nur mit Fallen beikommen. Hier und da versucht er es auch mit Harpunen; aber das ist selten. Deshalb kennt das Flußpferd den Menschen als Feind nicht und behandelt ihn indifferent.
Die andere Kategorie ist je nach ihren schlimmen Erfahrungen, die sie mit dem Menschen gemacht hat, mehr oder weniger zornig, ja boshaft und dann durch seine Masse und Gewandtheit in seinem Element gefährlich.
v. Wissmann. Zweite Aufläse