Wochen so fröhlich den zweiten Weihnachtsfeiertag verbracht hatten, vorübergekommen waren.
Ich wollte meinen Rindern schnell etwas von der mitgenommenen Wegzehrung geben, da entdeckte ich, daß nichts mehr davon vorhanden war. Wahrscheinlich hatte ein Hungriger unbemerkt das für uns bestimmte Brot und die Lier genommen; außer einer Büchse (Lorned Beef fand sich nichts, und ich mußte von diesem auch meinem kleinen kranken Rinde geben. Rurz vor Windhoek holte uns ein Wagen mit einem Soldaten ein, der in einem Gefecht bei Seeis schwer verwundet worden war. — Während der Fahrt erfaßte mich eine unendlich traurige Stimmung. Ls waren noch nicht sechs Wochen vergangen, seitdem ich mit meinem geliebten Mann froh und glücklich mit so viel Plänen für die Zukunft diesen Weg gefahren war. Wir hatten dabei so mancher Tour zu Pferde, Wagen oder Fuß gedacht, die wir in dieser Gegend unternommen hatten, als wir noch verlobt waren und später von Farm VII aus.
Dann kamen wir nach Rlein-Windhoek. In einiger Entfernung links zwischen den alten Bäumen sah ich das Haus, das ick) mit meinen Litern bewohnt hatte und rechts dicht vor uns, jenes, in dem mein Mann und ich zwei Jahre lang gelebt hatten! Ich hätte vor Herzeleid und Weh laut aufschreien mögen! Die Rinder weinten mit mir, Axel wohl schon mit etwas Verständnis. Lr hatte seinen Vater über alles geliebt.
56. Mein letzter Aufenthalt in windhoek.
Um V28 Uhr trafen wir in Windhoek ein. Der Wagen hielt vor einem unbewohnten, vollständig leer stehenden Hause. Ich nahm die Rinder und meine Sachen herunter, dann fuhr er weiter. Lin Unteroffizier der Truppe, der stark nach Spirituosen roch, öffnete das Haus und leuchtete mit einem Streichholz in das Zimmer. Lr versprach, mir eine Lampe und etwas Lssen aus der Mannschaftsküche