Druckschrift 
Ansiedlerschicksale : elf Jahre in Deutsch-Südwestafrika 1893 - 1904 / von Helene von Falkenhausen, geb. Nitze
Entstehung
Seite
241
Einzelbild herunterladen
 

« !i Nl «» ^ VS-OH, ^ ^««^

241

uns: Hohewarte sei vom Feinde gesäubert und in zwei Stunden würden wir dort sein. Die beiden Leute gingen auf die Farm eines Ansiedlers in der Nähe, um dort nach­zusehen, ob die Hereros die Rartoffeln und das Gemüse stehen gelassen hätten; in diesem Falle sollten sie, soviel sie konnten, mitbringen, weil daran in Hohewarte großer Mangel war.

tvir waren über die erhaltene Auskunft sehr froh; bald winkte uns Ruhe und ein schützendes Asyl.

55. Geborgen in Hohewarte Weiterreise nach tvindhoek.

Endlich tauchten die Dächer der beiden Häuser des in Hohewarte wohnenden Farmers und Raufmannes im Sonnenschein leuchtend auf das kleine Stationsgebäude ist von diesen Häusern ziemlich weit entfernt, wir hörten lautes Hundebellen, und vor der Tür des einen ZVohnhauses standen mehrere Beschützer dieses Platzes und begrüßten uns als schon verlorengeglaubte mit Freuden. Die Rinder und ich waren bereits totgesagt. Ss war am Februar, dem Geburtstag meines Mannes, an dem wir in Hohe- warte eintrafen.

Bald löste sich auch das Rätsel der vielen pferdespuren: Line Bastardpatrouille von 20 Mann war am Tage zuvor von Rehoboth gekommen, uns zu suchen. Die schon vor mehreren Tagen in Rehoboth angelangten Rittmanns hatten von unserer Absicht, ihnen zu folgen, erzählt, und man war dort wegen unseres Ausbleibens in Sorge.

Die junge Frau des Raufmanns Schulz in Hohewarte führte uns Frauen in ihr Schlafzimmer, wo wir uns säubern und .etwas Toilette machen konnten, lvir fanden auf dem Platze noch mehrere Flüchtlinge: eine Familie Schaeve mit

v. Falkenhausen, Ansiedlerschicksale.