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zogen oder geschwächt, da es im Süden zur Niederwerfung des Aufstandes der Bondelswaarts an Soldaten mangelte.
In den folgenden Tagen empfanden alle dankbar meiner getreuen Anna und ihrer Rinder Hilfe: Rakerob weidete das Vieh, Anna half im Hause, und Guduis wartete die Rinder. Gegen Mittag kehrten zwei Hererofrauen zurück, eine alte Matrone und deren Mutter, die nicht mit dem fliehenden Stamme fortkommen konnten. Sie hatten früher beim Missionar gearbeitet, und dieser nahm sich der beiden Alten an. Die nur um wenig jüngere Tochter half im Hause.
5^. Gemeinsame Flucht.
lvir lebten jetzt in einer völlig menschenleeren Gegend und waren jedem etwa herumstreifenden Hererohaufen verfallen. Kapitän Ionas hatte uns doch einen gewissen Schutz gewährt, beide Missionare waren sogar fest überzeugt, daß wir ihm die Erhaltung unseres Lebens zu danken hätten; so fühlten wir uns jetzt unsicherer als vorher. Da, am Morgen des 29- Danuar, sahen wir plötzlich vier ZVagen ankommen, sie gehörten mehreren Brüdern Rittmann, Bastards, welche auch Handel betrieben, von ihnen erfuhren wir einiges Nähere. Aber auch sie wußten nicht, ob Bastards oder Hottentotten sich den Aufständischen angeschlossen hätten, ob ZVindhoek 'durch Hendrik Witboy belagert sei oder sonst dergl. Rittmanns waren auf den Rat der Hereros zuerst mit diesen geflohen, trennten sich aber auf dem ZVege unauffällig von ihnen und beabsichtigten nun, nach Rehoboth, dem Hauptplatz im Bastardgebiete, zu fahren. Sie wollten sich bei uns nur kurze Zeit aufhalten; denn sie fürchteten, die Hereros könnten sie verfolgen und zur Umkehr zwingen. Während sie sich wieder an das Einspannen begaben, kam Herr Ronrad, um sich von uns zu verabschieden. Er hatte sich kurz entschlossen, mit Rittmanns zu fahren. Zu mir