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Mannes, ob er diesen Platz auch kaufen könnte, wurde ihm von Luther bejaht, und mein Mann beschloß, den Raufvertrag mit Samuel, sobald es ginge, abzuschließen. Wir wählten den Platz für das Haus; er war nicht sehr idyllisch, indes fand sich kein besserer und von der Anhöhe aus, auf welcher das Haus stehen sollte, hatte man einen weiten Ausblick. Bei der Wahl des Platzes für den Hausbau mußte auch berücksichtigt werden, daß das Wasser nicht zu weit entfernt war.
Gkahoa. Unser Hartbeesthaus.
Wer aber sollte das Haus bauen? Die Eingeborenen verstanden keine Arbeit, und ob es uns gelingen würde, einen Weißen nach Gkahoa zu bekommen, war fraglich. Lile mit dem Bau tat aber not, da schon in zwei Monaten die ersten Regen fallen konnten. Wir beratschlagten lange darüber. Mein Mann beabsichtigte mit Hilfe von Schwarzen, die ihm hier in jeder Zahl zur Verfügung standen, den Bau selbst auszuführen. Ls wurden Lehmziegeln geformt, und gleichzeitig legte mein Mann das Fundament zu dem Hause.
Die ungewohnte Arbeit ging indessen nicht so schnell von statten, als er gedacht hatte. Die Hereros waren beim Ziegelmachen bodenlos faul, und trotz der 50 Leute schritt die Arbeit nur langsam vorwärts; es war mit Sicherheit vorauszusehen, daß bis zur Regenzeit das Haus noch nicht unter Dach sein konnte. So richtete mein Mann ein vorläufiges Häuschen her. Ich war inzwischen mit Axel nach Windhoek gefahren, um das Aufladen unserer Möbel zu beaufsichtigen. Ls war dies die erste Reise, die ich im Gchsenwagen allein unternahm. Zwei Hereros, Timotheus und Ranganga, ein Hirte, den wir drei Jahre in Dienst hatten, begleiteten mich. Während meiner Abwesenheit mußte die alte Maria, welche wir auf Gkatumba als Dol-