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Ansiedlerschicksale : elf Jahre in Deutsch-Südwestafrika 1893 - 1904 / von Helene von Falkenhausen, geb. Nitze
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Von dem glühenden Sonnenbrand hatten wir bald die Farbe der Hottentotten, die Haut sprang auf man vergaß es fast, auf Toilette irgend welche Sorgfalt zu verwenden. Aber bei all den Mißlichkeiten, welche unser jDadleben mit sich brachte, verloren wir den Humor nicht. Mein Mann war stets lustig und erfreute mich immer durch neue Im­provisationen. Wenn ich ihn nach der Ursache seiner ge- , steigerten Lustigkeit frug, erwiderte er, das käme davon, daß / erim Felde" den schützenden Beamten in Windhoek etwas entrückt sei und sich nach keiner Verordnung und keinem Lr- > laß zu richten brauche. Über etwaige Langeweile half uns unser kleines Söhnchen hinweg.

Nach der erdrückenden Tageshitze waren die Abende, vorausgesetzt, daß kein Regen fiel, äußerst angenehm. Dann saßen wir an dem helllodernden Lagerfeuer, suchten in der Erinnerung nach allerlei Erlebnissen und Geschichten, die wir einander erzählten und sahen den Schwarzen zu, welche ihre Rost gierig verschlangen. Die Finger ersetzten ihnen Gabel und Löffel, die Zähne das Messer, und nachdem der letzte Speiserest aus den Rochtöpfen mit den Händen oder einem Spänchen entfernt war, legten sie sich mit der von Mund zu Mund gehenden pfeife um das Feuer, bis einer nach dem andern in lautes, tiefes Schnarchen verfiel. Nur bei Regenwetter gingen sie nach den Hütten der Hereros.

57. Ein Platz mit etwas Bodenkultur - NMdreichtum.

So fand uns auch ein Abend allein beim Wagen, als plötzlich eine Stimme nach meinem Manne rief. Raremo, der Rapitän von Gtjimunkandi, war es, der zur verab-