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54- Reiseverkehr init Schwarzen und Meisten. — Terrains chnnerigkeiten.
Buschmann belehrte uns auch, durch welche Mittel man sich die Gunst der Hereros erwerbe. Demgemäß sandte mein Mann nach unserer Ankunft in Vkasewa dem Häuptling Tjetjoo ein von Buschmann ausgewähltes Geschenk plattentabak, dazu eine pfeife, ferner Raffee und Zucker. Thimoteus überbrachte das „präsent". Bald darauf erschienen einige Großleute des Platzes; einer davon übergab meinem Manne einen Stock, der sich unserer Meinung nach nicht von anderen Stöcken der Eingeborenen unterschied. Diesen schicke, sagten sie, der große Kapitän Tjetjoo, der heute leider nicht selber kommen könne; er solle für das gesandte präsent danken. Der Stock also vertrat Tjetjoos Visitenkarte. Außerdem ließ Tjetjoo bitten, wir möchten bis zum nächsten Tage warten. Das war uns jedoch nicht möglich, vielmehr mußten wir die kostbare Zeit ausnutzen, um rechtzeitig in Gobabis zu sein, und fuhren also weiter.
Die Station Witvley war unser nächstes Ziel. Nicht lange bevor wir unserer Berechnung nach dort sein konnten, zogen sich schwarze Wolken zusammen, und ehe wir das Stationsgebäude zu Gesichte bekamen, fielen die ersten schweren Tropfen, und gleich darauf setzte ein überaus heftiger Regen ein. Die Gchsen waren noch nicht abgeschirrt, als die Rleioer der Leute schon vollständig durchweicht waren. Ls gab einen wahren Wolkenbruch; der Tag wurde zur Nacht; Blitze durchzuckten in allen Richtungen das Firmament und der Donner rollte unaufhörlich. Der lveg erschien wie ein Rivier, überall nichts als Wasser. Für heute mußten die Leute ihre Leibriemen um mehrere Loch enger schnallen; denn an ein Abkochen der Rost war nicht zu denken. Auch wir mußten uns nur mit einem Stück Brot begnügen.
In der Nacht ließen die Ochsenfrösche, welche die Größe einer mittleren Schüssel erreichen, ihre tiefen dröhnen-