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schweren auf die Wellblechplatten des Daches gelegten riesenhaften „Klippen" fielen in den Raum. So waren beide Herren nur mit knapper Not dem Tode entgangen. Wie froh waren wir, uns nach dieser schrecklich durchlebten Nacht wieder in den Armen zu haben. Axel bekam seine !Nilch und war ruhig und vergnügt, und als Buschmann „au tarras" rief, polterte es im Rückteil des Wagens, und aus einem Berg von Decken kroch die Alte hervor. Sie hatte, wie sie sagte, die Nacht durch gut geschlafen, stürzte sich aber nun mit einem wahren Heißhunger auf die von Buschmann bereitete Rost. Nachdem alle Fracht vom Wagen abgeladen und mit einer Segeltuchplane bedeckt, am Wege niedergelegt war, wurde von neuem eingespannt, und nun zogen die Ochsen mit Leichtigkeit den Wagen ans dem Ri- vier und brachten uns nach Windhoek zurück. Am ^7. Dezember, nachdem der Wagen repariert worden war, wurde von dort die Reise von neuem angetreten.
3^ Weihnachten auf der Hereroniederlassnng Otjibaenena.
Am zweiten Reisetage erreichten wir den jAatz, wo unsere Risten unter Buschmanns Aufsicht liegen geblieben waren und ließen sie aufladen. war ein recht ungemütliches Fahren auf dem mit schwerer Fracht beladenen Wagen, dessen Innenranm so ausgefüllt mit Risten und Säcken war, daß nur für Axel ein Plätzchen erübrigt wurde, wo er schlafen konnte. Mein Mann und ich mußten auf der Vorkiste j)latz nehmen, und trotz der Unbequemlichkeit dieses Sitzes hatten wir tagsüber beständig mit dem Schlafe zu kämpfen; so sehr ermattete die große Hitze.
Nach dem letzten Treck am Abend machten die Leute einen Raum im vorderen Wagen zurecht, wo unsere TNa-