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Ansiedlerschicksale : elf Jahre in Deutsch-Südwestafrika 1893 - 1904 / von Helene von Falkenhausen, geb. Nitze
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dem Meere zuströmen; erst wollten wir etwas vor uns ge­bracht haben als seif M3.de rnan sollte Deutschland meinen Mann wiedersehen.

In wehmütigen Gedanken traten wir den Rückweg von Brakwater an. Wie kam mir alles traurig und öde vor in den ersten Tagen und Wochen nach der Abfahrt meiner Lieben. Aber immer wieder fand ich Trost bei meinem lieben Mann. Wir schlössen uns um so inniger aneinander, und ich höre noch seine Worte:Ich will nun versuchen, dir Elternhaus und Angehörige zu ersetzen; laß uns jetzt nur auf unsere Liebe vertrauen, in einigen Iahren sehen wir die Unsrigen drüben wieder."

Wir durchlebten schwere Zeiten: Zeiten der Krank­heit und Zeiten, in denen unvorhergesehene Unglücksfälle uns pekuniär schwer schädigten, und Geldsorgen uns viel schlaflose Nächte bereiteten allein unsere Liebe half auch diese Zeiten überstehen, ohne daß das Unglück uns dar­nieder beugte.

25. )n Tvindhoek. Aafferntänze.

Wir zogen jetzt in das Haus des Ansiedlers W, der in Rlein-Windhoek mit seinem zwölfjährigen Sohne wohnte. Sehr große Vorzüge vor unserem Wellblechhause hatte diese Wohnung zwar nicht, doch bot sie besseren Schutz vor allzu großer Hitze und Sturm, und ich war froh, nicht mehr im Freien kochen zu müssen. Die Zimmer freilich waren in schrecklichem Zustande, besonders der Fußboden, den wir mit einer Segeltuchplane belegten, um das Auf­wirbeln des Staubes der Boden bestand aus einer weichen Lehmschicht wenigstens einigermaßen zu ver­hindern. Aber wenn am Morgen alles sauber gemacht und unser Frühstückstisch gedeckt war, dann kam es uns trotz aller Mißstände ganz behaglich in unserem Heime vor. Sehr trugen dazu mein liebes Alavier und die vielen Möbel