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Ansiedlerschicksale : elf Jahre in Deutsch-Südwestafrika 1893 - 1904 / von Helene von Falkenhausen, geb. Nitze
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mein Mann, mich zärtlich umschlingend, die Worte:Raum ist in der kleinsten Hütte für ein glücklich liebend paar!" und wahrlich, es war ein winziges Häuschen!

Wände und Dach bestanden aus Wellblech, es hatte zwei Räume von je etwa H Quadratmeter, einen Ausgang nach vorn und einen nach der Rüche, einer pontokartigen kleinen Hütte, die von meinem Herd und den Rüchengeräten vollständig ausgefüllt war. Auf der anderen Seite des Wellblechhauses war ein ebenfalls nach Bauart der pontoks gemachterPavillon", in dem wir, da es darin sehr schön kühl war, uns den Tag über aufhielten.

Meine Geschwister hatten einige Tage vorher alles hergerichtet, und ich fand unser neues Heim schön ge­schmückt und in bester Ordnung. Für Aufnahme mehrerer Personen genügte freilich der Bau nicht, aber das Häus­chen sollte ja nur provisorisch sein; nach der Regenzeit wollte mein Mann ein großes Haus aus Backsteinen bauen lassen, und das Wellblech unserer Hütte sollte dann als Dach verwendet werden.

22. Llitterrvochen.

Als pflichttreue Farmersfrau, die zu sein ich mir vor­genommen hatte, stand ich am ersten Morgen auf Farm VII zeitig auf, räumte in Lile selbst das Wohnstübchen auf und glaubte, unterdes würde in der Rüche das Wasser zum Raffee kochen. Aber als ich hinauskam, um den Raffee zu bereiten, war kein Feuer im Ofen, keine Minka weit und breit zu sehen. Auf mein Rufen bekam ich keine Ant­wort; auch mein Mann erhielt keine auf seinen, mit Stentor­stimme wiederholten Ruf; nun begaben wir uns beide nach der Werft. In ihrem pontok lag Minka, anscheinend in den letzten Zügen, und mit ersterbender Stimme flüsterte sie:au Minka banja sick". Auf Befragen teilte der Mann uns mit, daß sie furchtbaren Schnupfen habe; irgend