feld und lauschten auf das von Avis kommende, wohlbekannte jDferdegetravvel. Im Galopp kam er stets den Berg Heraufaeritten — dann war er bei mir — er und sein jDferd außer Atem. Wie viel hatten wir uns zu erzählen! Hand in Hand saßen wir bei der leise plätschernden Quelle in ungestörtem Geplauder, umgeben vom rauschenden Schilf und dem blühenden Gleandergesträuch.
Z9. Raubtiere und Schlangen.
Mich ängstigten immer seine Erzählungen von wilden Tieren, welche der ZVerft nächtliche Besuche abstatteten. Erst war es ein Tiger, der sich einige Male Lämmer holte; dann spürten die Eingeborenen mehrere Nächte hintereinander wilde Hunde. ZVohl auf das Geschrei und auf das Bellen der Raffernhunde hin, verschwanden diese wieder, aber in der vierten Nacht holten sie eine Ruh und zerrissen sie vollständig, so daß nur der Ropf liegen blieb. Hyänen und Schakale hörte mein Bräutigam jede Nacht, und einmal, als er von uns nach Farm VII ritt, hatte er ein Erlebnis, das leicht hätte gefährlich ablaufen können. Er war gerade in Gedanken versunken auf einem Hügel angekommen, als das Aferd scheute und sich kerzengerade aufbäumte. Er sah nach allen Seiten und entdeckte in der Dunkelheit ein paar glühende Naubtieraugen. Schnell ergriff er das Gewehr und gab einen Schuß ab; aber er mußte nicht getroffen haben, lautlos zog das Tier — er erkannte es als eine Hyäne — über die Straße.
Ebenso wie vor den Raubtieren fürchtete ich mich vor den Schlangen, die sehr häufig auftraten, und mit denen wir im Laufe der Jahre manches Abenteuer hatten. Als ich eines Nachmittags ins Schlafzimmer trat, sah ich am Fenster über dem Bette, in dem gerade meine Schwester lag, ein unbestimmtes Etwas, das mir wie