Vorwort.
)m ^)ahre ^893 kehrte mein Vater nach einjährigem Aufenthalt in Deutsch-Südwestafrika nach Deutschland zurück, um die Seinen nach dem „dunklen Lrdteil" hinüber zu holen. Nächst dem Wunsche, meinen alternden Litern dort eine Hilfe zu sein, zog mich der Reiz, die unbekannte Ferne kennen zu lernen, mächtig hinüber. Während meiner elfjährigen Anwesenheit gewann ich die südwestafrikanische Kolonie, von welcher in Deutschland so geringschätzig gesprochen wird, die aber auf alle, welche in dem Lande waren, eine wunderbare Anziehungskraft ausübt, immer lieber. Selbst heute, nachdem ich dort die bittersten Erfahrungen meines Lebens gemacht habe — nach fünfjähriger glücklicher <Lhe wurde mein geliebter Mann durch Hereros grausam ermordet, ich mußte mit meinen Rindern, von denen das eine auf der Heimreise nach den erlittenen Strapazen starb, fliehen und kehrte krank in die Heimat zurück —, noch heute hängt trotz allem mein ganzes Herz an der Kolonie. Möge sie nach Beendigung des unseligen Krieges rasch emporblühen, und den Ansiedlern, welche mit neuem Mut und neuer Zuversicht ihre Arbeit auf den zerstörten Farmen aufnehmen, wünsche ich, daß sie die Früchte ihres Fleißes auch genießen möchten!
Anfangs schrieb ich meine Erlebnisse und Erfahrungen in Südwestafrika nur in der Absicht nieder, in meinen Rin-