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Handbuch des Deutschtums im Auslande / Einl. von Fr. Paulsen. Statist., geschichtl. und wirtschaftl. Übersicht von F. H. Henoch. Hrsg. vom Allgemeinen Deutschen Schulverein zur Erhaltung des Deutschtums im Auslande
Entstehung
Seite
122
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Guatemala. Honduras.

Deutsche Konsulate in Mexico.

(Sitz, Amtscharakter, Amtsbezirk.)

Chihuahua, Vize-Konsul, Staat Chihuahua. Ciudad Juarez, Vize- Konsul. Colima, Konsul, Staat Colima. Durango, Vize-Konsul, Staat Durango. Guadalajara, Konsul, Staat Jalisco. Guanajuato, Vize-Konsul, Staat Guanajuato. Guavmas, Vize-Konsul, Staat Sonora. Laguna de Terminss, Konsul, Staaten Tabasko und Campeche. Mazatlan, Konsul, Staat Sinaloa. Merida, Konsul, Staat Yueatan. Mexico, Konsul, Distrieto sederal, Staaten Mexico, Hidalgo, Michoacan, Quervtaro, Puebla, Tlaxcala und Guerrero. Mouterev, Vize-Konsul, Staaten Nuevo Leon und Coahuila. Oaxaca, Konsul, Staat Oaxaca. San Luiz Potosi, Konsul, Staaten San Luiz Potosi, Zacatecas und Aguas calientes. Tampico, Konsul, Staat Tamaulipas. Tapachula, Konsul, Staat Chiapas. Tehuantepec, Vize- Konsul, Stadt Tehuantepec und Hafen Salina Cruz. Tepic, Konsul, Terri­torium Tepic. Veracruz, Konsul, Staat Veracruz.

Guatemala.

Guatemala ist von den mittelamerikanischen Republiken die entwickeltste. Hier ist schon seit einem halben Jahrhundert das Deutschtum eine wirtschaftliche Macht. Allein der Wert der über eine Viertelmillion Hektar großen, in deutschen Händen befindlichen Pflanzungen wird auf 60 Millionen Mark geschätzt. Zehn große Plautagen (die größte 54 000 da) gehören 7 Aktiengesellschaften, und 157 weitere Besitzungen 83 einzelnen Besitzern oder Besitzergruppen. Ein kleiner Bruchteil davon ist mit Zuckerrohr bestanden, die größere Hälfte ist Urwald, allerdings an Nutz- und Farbhölzern reich, außerdem sind schon 20 Millionen Kaffeebäume angepflanzt. Der Kaffee, Guatemalas Hauptprodukt, geht zur Hälfte nach dem Deutschen Reiche, und diesen Handel vermitteln 12 deutsche Großfirmen in der Republik. Sie sichren dafür ein: Stahl- und Manufaktur­waren, Drogen und Chemikalien, Luxusartikel und Bier.

Es gibt in Guatemala an 50 deutsche Handelshäuser mit 18 Zweig­geschäften; bewegliches Kapital 25 Millionen Mark und ein weit höherer Kredit.

Die Industrie liegt in den Ansängen. Die Eisenbahnen sind zu fünf Sechsteln mit deutschem Gelde, von deutschen Ingenieuren gebaut. Das elek­trische Licht für die Hauptstadt liesert eine große deutsche Aktiengesellschaft. Außerdem stecken noch viele Millionen in Regierungsanleihen, so daß in der kleinen Republik zum mindesten 200 Millionen Mark deutschen Kapitales arbeiten dürften.

Man schätzt die Zahl der Deutschen in Guatemala auf 1000 Köpfe, wovon ein Drittel weiblichen Geschlechtes sind. An 250 wohnen in der Hauptstadt Guatemala, die übrigen verteilen sich gleichmäßig aus die Departements San Marcos, Alta Verapaz und Quezaltenango.

Dem Kaufmann und Pflanzer folgten Aerzte, Lehrer, Handwerker usw.

Seit dem Jahre 1900 besteht in der Hauptstadt Guatemala eine mit einem Kindergarten verbundene Volksschule, die zum siebenten Teil auch von nicht­deutschen Kindern besucht wird.

Kondums.

Im dünn bevölkerten, wirtschaftlich schlecht entwickelten Honduras leben nur in der Hauptstadt Tegucigalpa sechs, in Amapala (Kaffeeplantage mit 50 000 Ertrag) neun, in San Pedro Sula sechs deutsche Kaufleute. In der britischen Kolonie (Belize) kommen keine Deutschen auf.