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Handbuch des Deutschtums im Auslande / Einl. von Fr. Paulsen. Statist., geschichtl. und wirtschaftl. Übersicht von F. H. Henoch. Hrsg. vom Allgemeinen Deutschen Schulverein zur Erhaltung des Deutschtums im Auslande
Entstehung
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105
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Deutsch-Südwestafrika, Deutsch-Ostafrika. 105

Strittige Punkte betreffs der Grenzen wurden durch das deutsch-englische Abkommen vom 1. Juli 1890 geregelt. In den Jahren 1893 und 1894 tobten heftige Kämpfe im Lande gegen die aufständischen Hereros unter Hendrik Witboi, der sich endlich unterwarf. Der jüngst ausgebrochene Aufstand der Bondelswarts beschränkt sich auf einen kleinen Teil des Südens.

Die gesamte weiße Bevölkerung nach Geschlecht, Familienstand und Wohn­bezirk legt die folgende Tabelle klar.

männliche Bevölkerung

weibliche Bevölkerung

Wohnbezirk ^

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L

Summe

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L

G

L

«Z

^

« <S

L

cz

«z

^

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L «s

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Keetmannshoop . .

259

235

396

890

15

215

393

623

1513

Gibeon.....

103

79

105

237

23

70

117

210

497

Gobabis . . . .

73

6

3

87

6

1

7

94

Windhuk , . . .

602

130

109

841

32

118

115

265

1106

Swakopmund . .

444

52

25

521

30

42

24

96

617

Karibik.....

152

30

11

193

4

17

10

31

224

Omaruru . . , .

143

20

9

172

4

15

13

32

204

Outjo.....

139

17

12

163

6

15

11

32

200

Grootfontein . . .

66

19

32

117

2

19

42

63

180

1931

533

707

3276

116

517

726

1359

4635

Von den 4635 Weißen sind deutsche Staatsangehörige 2595; Kapländer und Buren 1354 (in Keetmannshoop 1138), Oesterreicher 452. Dem Berufe nach sind die Weißen:

Regierungsbeamte und Schutztruppe. . 858 (davon Reichsdeutsche 857)

Geistliche, Missionare, Lehrer ?c. . . 52 ( 46)

Kaufleute, Händler zc....... 238 ( 220)

Ansiedler und Farmer...... 686 ( 267)

Ingenieure, Architekten, Landmesser . 9 ( 6)

Handwerker und Arbeiter..... 719 ( 564)

Seeleute.......... 7 ( 6)

2569 (davon Reichsdeutsche 1966)

Deutsch-Südwestafrika weist auch 6 deutsche Schulen auf, in Gibeon, Otjimbingwe, Swakopmund, Windhuk, Grootfontein und Keetmannshoop. Nur in Windhuk besteht seit 1901 eine deutsch-evangelische Gemeinde.

In Swakopmund erscheint seit 1898, wöchentl. 1 mal, dieDeutsch- Südwestafrikanische Zeitung" (früher Windhuker Anzeiger).

Deutsch-WafriKa.

Am 28. März 1884 bildete sich in Berlin dieGesellschaft für deutsche Kolonisation" und beauftragte eine Kommission, im Hinterlande des dem Sultau von Zanzibar gehörigen Küstenstreifens mit verschiedenen Häuptlingen Verträge abzuschließen, aus Grund deren die Gesellschaft am 27. Februar 1885 den kaiserlichen Schutzbrief erhielt. Das Gebiet wurde bis in die neunziger Jahre hinein auf die erwähnte Weise noch bedeutend vergrößert.