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Kamerun. Deutsch-Südwestafrika.
Die Unsicherheit der Grenzen hatte auch hier einige friedliche Abkommen mit den Nachbarn zur Folge. Häufiger als in andern Kolonien waren Aufstände der Eingeborenen. Deren Zahl festzustellen, ist unmöglich.
Aufschlüsse über Staatsangehörigkeit, Beruf und Geschlecht der weißen Bevölkerung gibt die folgende Tabelle.
Weiße Bevölkerung nach Staatsangehörigkeit, Beruf und Geschlecht.
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Deutsche . . .
73
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13
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Sonstige . . .
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3
9
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1
1
7
1
10
7
72
Summa
73
72
182
35
15
18
8
59
5
517
1
5
1
17
18
5
3
50
14
581
Der Boden Kameruns ist äußerst fruchtbar, das Klima nur an der Küste ungesund. Die Zugänglichkeit des Landes ist aber durch seinen terrassenartigen Aufbau und die dadurch erschwerte Schiffbarkeit der Flüsse wesentlich beschränkt. Plantagenbau findet sich bisher nur an der Küste, insbesondere an den fruchtbaren Abhängen des Kamerungebirges. Der Handel aus dem Innern wird teilweise auf das benachbarte englische Gebiet abgelenkt. Angebaut werden Kakao, Gnmmibäume und Tabak, die Anlage von Kaffeeplantagen brachte keinen Erfolg. Ausgeführt werden Palmöl, Palmkerne, Gummi elasticum, Kopal, Elfenbein, Ebenholz, Kakao und Kolanüsse.
Deutsch - Südwestafrika.
Schon seit 1804 waren auf dem Gebiete zwischen Oranje und Kunene, das früher Angra Pequena, dann Lüderitzland hieß, und jetzt amtlich als das deutsch-südwestafrikanische Schutzgebiet bezeichnet wird, deutsche Missionare und seit 1842 die rheinische Missionsgesellschaft tätig. Diese hatte schon 1864 auf ihrem Grundbesitz in Otjimbingwe die preußische Fahne gehißt und hatte 1868 Preußen umsonst um Schutz und Hülfe gegen die fortwährenden Kämpfe der Eingeborenen untereinander gebeten. 1878 hißte ein englisches Kriegschiff in der Walfischbai die Flagge und erklärte das Land aus 15 Meilen Umkreis für englisches Gebiet.
1882 begann F. A. E. Lüderitz aus Bremen hier Handelsunternehmungen und erbat für sich den Schutz des Reiches. Der wurde unter Bedingungen zugesagt, und als Lüderitz am 1. Mai 1883 den Hafen Angra Pequena nebst 10 Quadratmeilen Gebietes mit allen Hoheitsrechten von einem Häuptling gekaust hatte, übernahm im Oktober 1883 die deutsche Korvette „Carola" den Schutz des Gebietes gegen fremde Ansprüche; das Gebiet wurde allmählich erweitert und am 8. Oktober 1884 erklärte Fürst Bismarck auf eine Anfrage des englischen Auswärtigen Amtes, daß das deutsche Protektorat in Südwestafrika territorialen Charakter trage.