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Handbuch des Deutschtums im Auslande / Einl. von Fr. Paulsen. Statist., geschichtl. und wirtschaftl. Übersicht von F. H. Henoch. Hrsg. vom Allgemeinen Deutschen Schulverein zur Erhaltung des Deutschtums im Auslande
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Aegypten Abessimen Marokko.

schule mit mehr als 100 Kindern. Für Katholiken existiert die noch mehr be­suchte Schule der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Karl Borromaeus. Eine Abteilung der Deutschen Kolonial-Gesellschast.

Von den Städten im Delta haben Mansurah, Tantah und Zagazig deutsche Konsular-Agenten, Suez und Port Said Konsuln. Von 3441 im Jahre 1900 den Suez-Kanal durchsahrenden Schiffen waren 462 deutsch, 1935 englisch, 285 sranzösisch usw.

Kairo.

Kairo (über 500 Reichsdeutsche, an 2500 Deutsch-Oesterreicher, wenige Schweizer. Heute übersteigt die Ziffer der Deutschredenden in Kairo 3000) zählt ein Generalkonsulat mit mehreren attachierten Diplomaten, Offizieren und Ge­lehrten, dazu noch ein Konsulat. 18 deutsche Aerzte (eingeschlossen Oesterreicher und Schweizer), zwei Krankenhäuser haben reichlich zu tun. Das protestantische Viktoria-Hospital steht unter Leitung Kaiserswerther Schwestern, dazu kommt das österreichisch-ungarische Rudolfs-Hospital. Deutsche Apotheke. Die deutsche protestantische Kirche mit zwei Geistlichen hält auch allsonntäglich französischen Gottesdienst ab. Die damit verbundene Schule (gegründet 1873) ist eine höhere Bürgerschule mit mehr als 100 Kindern. Die Geographische Gesellschaft, gestiftet von Dr. Georg Schweinsurth, macht ein kleines ethnographisches und geographisches Museum zugänglich. Der Deutsche Verein wird sich demnächst ein eigenes Heim bauen. Mehrere deutsche Buch- und Kunsthandlungen, sowie andere Ge­schäfte, deutsche Bierstuben.

Höemgypten.

In Oberägypten sind in Assiut, Sohag, Keneh und Luxor deutsche Konsular-Agenten. Im deutschen Grand Hotel zu Luxor weilt im Winter ein deutscher Arzt. Hier wie in Assuan sind die Hotelangestellten (Leiter und Kellner) durchweg Deutsche. Ein großer Kaufmann berberinischen Blutes in Assuan hat eine deutsche Frau. Auch in Wadi Halfa im ägyptischen Sudau sand der Verfasser als Leiter des einem Griechen gehörigen Hotels einen D eutsch-O esterr eich er.

Abessimen.

In Abessimen sind durch den Einfluß des obersten Ministers, einem srüheren Ingenieur aus der Schweiz, Deutschredende anzutreffen.

An der afrikanischen Mittelmeerküste kann von einem ansässigen Deutschtum kaum die Rede sein.

Dagegen ist der deutsche Handel in Tripolis, Tunis und Algerien be­trächtlich und findet Halt und Stütze in folgenden Konsulaten:

Tunis, Konsul mit dem Charakter als General-Konsul. Susa, Konsular- Agent. Tripolis, Vize-Konsul. Algier, Konsul mit dem Charakter als General- Konsul.

Marokko.

Im Frühjahre 1901 zählte Theobald Fischer 190 Deutsche, darunter nur 47 Nichtreichsdeutsche in Marokko. In Fes wohnen 4, in Marakesch ein Deutscher als Händler. In Tanger sind von rund 100 Deutschen 2/3 Reichsangehörige, V-l Oesterreicher, der Rest Schweizer. In der Küstenstadt Rabat sanden sich 6 Reichsdeutsche, in Larasch eine deutsche Familie von süns Kopsen, in Casablanea 29 Deutsche, dabei ein Schweizer, in Masagan 11 Deutsche, wovon 6 Schweizer unter deutschem Schutze, in Saffi 12 Deutsche, in Mogador 22 Deutsche.