Indien. — Arabien. — Persien.
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Kinterindien.
In Hinterindien ist der deutsche Handel stark vertreten, besonders in Siam. Die Bangkoker deutsche Kolonie bildet den angesehenen deutschen Klub und zeigt rege Teilnahme sür die nationalen Verbände im Reiche; Ortsgruppe des Alldeutschen Verbandes. Das Generalkonsulat sür den Bezirk des ganzen Königreiches befindet sich gleichfalls in der Hauptstadt. Der König läßt seine Söhne und begabte Landeskinder im Deutschen Reiche erziehen.
UMppinen.
Die als Erzeugungsland von Kolonialwaren wichtigen Philippinen beherbergen in ihrer Hauptstadt Manila eine zahlreiche deutsche Ansiedlung, die unter der Verwaltung der Vereinigten Staaten etwas abgenommen hat. Dort residiert auch ein Konsul, dem noch zwei Vize-Konsulate unterstehen.
Znsutinde.
Im benachbarten Jnsulinde, den wichtigen niederländischen Kolonien, treiben viele Deutsche Handel. Ein General-Konsul in Batavia, Konsuln in Macassar (Celebes), Med an (Sumatra), P ad an g (Sumatra) und in Menado vertreten ihre Interessen. Die Abteilung Batavia der Deutschen Kolonial-Gesell- schaft zählt über 100 Mitglieder aus allen Teilen von Niederländisch-Jndien. In Serdang aus Sumatra besteht eine Ortsgruppe des Alldeutschen Verbandes.
Hier so wenig, wie in Siam und aus den Philippinen hat man die Zahl der Deutschen geschätzt.
In den britischen Besitzungen Straits Settlements weist Singapore als wichtiger Handelsplatz eine erhebliche deutsche Kolonie aus und ist Sitz eines Konsuls und Vizekonsuls.
Worderindien.
In Vorderindien sind die deutschen Kolonien von Bombay und Kalkutta mit je 200 Seelen (annähernde Schätzung) die bedeutendsten. Hierbei sind Oesterreicher und Schweizer eingerechnet. Letztere machen z. B. im „Deutschen Verein" von Bombay ein Drittel aus. In Madras unterhalten die kaum 15 Deutschen einen Verein mit eigenem Heim. In den drei genannten Städten wie auch in Colombo (Ceylon) überwiegen die Kaufleute, dagegen sind in den andern indischen Städten mehr die sreien Berufsarten vertreten, Universitätsprofessoren in Benares und Lahore, Elektrotechniker in Diensten von eingeborenen Fürsten. Wirth traf deutsche Uhrmacher, Bäcker und Wirte in kleineren Orten. Konsulate sind in genügender Menge vorhanden. (Siehe unten die Liste.)
Afghanistan und Arabien.
Vereinzelte Deutsche in Afghanistan und Arabien (Aden und Maskat) eingerechnet, wird man im ganzen Südasien wenig mehr als 1000 herauszählen können.
fersten.
In Persien leben in den mittleren Städten vereinzelt deutsche Kaufleute (Teppichhändler) und Missionare sür Syrer und Armenier. Eine Kolonie von nahezu 100 Deutschen weist die Hauptstadt Teheran aus. Um die deutsche und österreichische Votschaft gruppieren sich Aerzte, Professoren, Kaufleute und Handwerker.
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