steifend, die Küste. Nach rechts schweift der Blick in die Tiefen von Samvsonhafen, des inneren Teiles der Bai, von den prächtigen Bergen „Mutter und Töchter" umrahmt. Geradeaus steigt das Gelände steil aus der See, dann langsam ins Innere hinein an. Endlose Plantagen von Kokospalmen, in Reihen gepflanzt, geben der Landschaft ein eigenartiges Gepräge. Ganz im Hintergrunde erhebt sich eine kleine, unscheinbare Bodenwarze: der Varzin, der Rest eines alten Vulkans, von immerhin 600 m Höhe.
Wie wir näher kommen, erkennen wir deutlich die weißen Häuser von Herbertshöh, am Strande und auf der Höhe der Hügel verstreut. Vor allen bemerkbar leuchten die Türme der stattlichen katholischen Kirche. Nun rasselt die Ankerkette, die Dampfpfeife tönt, und vom Strande lösen sich Boote ab. Zweischlanke Gigs zeichnen sich aus durch die flatternde Flagge mit dem Reichsadler und durch die schmucke Uniformierung der schwarzen Jungen. Sie bringen den Gouverneur v. Beunigseu und den kaiserlichen Richter Dr. Schnee; ihnen folgen andere, und bald wimmelt das Deck von iveißgekleideten Gestalten, eifrig Grüße austauschend, die neuesten Nachrichten erfragend und, wie das bei Deutschen Sitte ist, einen guten Trunk nicht verschmähend, besonders wenn er eisgekühlt ist. Denn bis zu einer Eismaschine hat Herbertshöh es noch nicht gebracht.
Wir selbst wollen die wenigen Tage des Aufenthalts gehörig ausnutzen und begeben uus au Land, wo ein kleines, neuerbautes Hotel uns gastlich aufnimmt. Wagen oder Reitpferde sind bald mit Hilfe des freundlichen Wirtes beschafft, uud wir treten eine orientierende Spazierfahrt an.
Verschiedene gute Fahrwege führen durch Kvkvswald auf die Aul,öl,e zu den Häusern des Gouverneurs und des Richters, wo wir von breiter Plattform eine prächtige Aussicht genießen. Zu unseren Füßen die Blanchebucht, begrenzt durch die schöne Vulkangruppe, und die Abhänge hinab, rechts und links und weit, weit ins Land hinein die nickenden
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