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Smaragdinseln der Südsee : Reiseeindrücke und Plaudereien / von Alexander Pflüger
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Nach knapp einstündiger Fahrt liegen wir vor Erinia. Die Nacht bricht herein, und ein prächtiger Sonnenuntergang zaubert entzückende Farben auf Himmel, Meer und Land.

Am nächsten Morgen brachte uns ein Boot in dreiviertelstündiger Fahrt nach dem Dorfe Bogndjim, unter dichter Vegetation versteckt am Ufer gelegen. Aus dem Grüu der Küste hebt sich ein mächtiger schwefelgelber Fleck ab, beim Näherkommen als ein großer Baum mit gelben Blattern erkennbar. Man trifft ihn häufig in diesen Gegenden in der Nähe der Dörfer, und es ist wohl möglich, daß er als Landmnrke dient.

Bogadjim ist trotz der unmittelbaren Nähe von Stephansort in seinem Äußeren noch völlig ursprünglich, ein Beweis für die Zähig­keit, mit der die Eingeborenen hier wie überall an ihren alten Gebräuchen hängen. Nur die im Dorfe mündende Feldbahn mahnt an die Nähe

Kleinem nährend, brennen Feuer, auf denen das Morgenmahl bereitet wird, und wandeln geschmückte und speerbewaffnete Männer herum. Die Tracht oder besser der Schmuck gleicht dem in Rngetta. Runde Eberzähne als Brustschmuck und Hundezahnhalsbänder passen nicht schlecht zu dem Haarwulst, der bei einigen als Riesenperücke sich emporsträubt, bei anderen über den Ohren rund um den Kopf herum gleichmäßig be­schnitten ist uud dann wie eine wollige Mütze aussieht.

Unter der freundlichen Führung des Herrn Administrators benutzten wir die Feldbahn, um die ausgedehnten Plantagen zu besichtigen. Ein kleiner Trambahnwagen von zwei Ochsen gezogen, fuhr vor, und in flottem Schritt ging es zunächst in 20 Minuten nach Stephans vrt, bis vor kurzem der Sitz des kaiserlichen Richters und die Hauptnieder­lassung der Compagnie. In weiten Abständen sehen wir hier die Häuser der Europäer, das Hospital, das Klubhaus inmitten freundlicher Gärten liegen und dnrch vortreffliche, breite Wege verbunden. Die Anlage

europäischer Kultur. Die Häu­ser siud von ähnlicher Bauart wie die bisher betrachteten, aber nicht alle ruhen auf Pfäh­len, sondern in einzelnen bildet die Erde den Fußboden, und ein Bambusgestell dient als Schlafplatz. Sie stehen regel­los durcheinander, uud auf den freien Plätzen hocken Gruppen von Weibern, ihre