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Smaragdinseln der Südsee : Reiseeindrücke und Plaudereien / von Alexander Pflüger
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durch einen geflochtenen Strohcylinder hinten am Kopfe zusammenge­halten. Die Gesichter sind rot bemalt. Wer sich nicht zu dem nötigen Quantum Farbe aufschwingen kann, der verleiht wenigstens der nicht gerade zierlichen Nase das Kolorit des Karfunkels. Die Weiber sind schauderhaft häßlich, mager, dünn uud durch Arbeit gekrümmt.

Über die Niederlassung ist nicht viel zu berichten. Die Station der Compagnie betreibt Tauschhandel, und die Mission ist erst in diesem Jahre gegründet. Die umliegenden Dörfer sind wenig friedlich gesinnt. Sie haben noch vor wenigen Monaten Überfälle auf Boote der Compagnie gemacht, und erst vor kurzem ist eine Strafexpedition gegen einige Übel­thäter der benachbarten Hansabucht ausgeführt worden.

Im Busch hinter dem Dorf wimmelt es von Vögeln. Ich machte am Nachmittag eine glückliche Beute in dem seltenen schwar­zen Kakadu. Weniger ange­nehm war auch hier die Bei­gabe der Buschmilbeu, die sich in ähnlich zahlreichen Scharen zum lecker bereiteten Mahle niederließen wie auf Klein- Key und erst vor einer tüch­tigen Dosis Perubalsam an Bord die Flucht ergriffen.

In der Nacht passieren wir Weiber in Bogadjim, arbeitend.

die große Vulkaninsel Dampier,

und morgens in aller Frühe nähern wir uns Friedrich-Wilhelmshafen. Ein mächtiger Gebirgszug dehnt sich links im Südosten aus, das Finisterre- Gebirge, hinter dem man bei günstigem Wetter die Zacken der gewaltigen Bismarckkette (über 4000 m) erkennen kann. Rechts erhebt sich ein niedriger, dichtbewaldeter Höhenzug, das Hansemanngebirge, allmählich überleitend in den Urwald der Flachküste, der die Mitte des Bildes einnimmt. Wir winden uns durch den engen Kanal zwischen kleinen, grünen Korallen­inseln, und nun erkennen wir die Häuser der Station unter einem Walde von Kokospalmen.

Der Hafen ist, soweit bekannt, der beste im ganzen Schutzgebiete und brauchbar für die größten Seeschiffe. Die Station wurde 1893 er­richtet, der Betrieb daselbst aber bald zu Gunsten des weiter südlich ge­legenen Stephansort erheblich eingeschränkt. In letzter Zeit hat man indessen den Sitz der Centralverwaltung wieder hierher verlegt, und wir