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Smaragdinseln der Südsee : Reiseeindrücke und Plaudereien / von Alexander Pflüger
Entstehung
Seite
177
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die entzückend schöne Bandagruppe, ohne Zweifel die Perle der Molukken. In der dämmrigen Helle des Morgens erhob sich rechts der wundervoll geformte Kegel des Gunnng Api aus den Fluten. Links liegt Banda Neira, mit dem grünbewaldeten Papenberg, im Hintergrunde sehen wir den Gebirgsrücken der dritten, größeren Insel Banda Lonthor, und einige kleinere Inseln schließen sich rechts und links an.

Während wir uns nähern, schiebt sich das Bild coulissen­artig auseinander. Wir er­kennen die schmale, den Gunung Api von Banda Neira nennende Straße', in die wir nunmehr einfahren. Da erscheint plötzlich, wie wir um einen Landvorsprung biegen, das Städtchen Banda mit seinen freundlichen weißen Häusern, überragt von dem weißen, auf dem Hügelrücken dahinter aufgebauten Fort. Hinter uns schließt sich die Öffnung, und wir vermeinen, auf dem glatten Spiegel eines Binnensees dahinzufahren. Das Wasser ist von unend­licher, grünblauer Klarheit. In ihm spiegeln sich, mit prächtigem Walde geschmückt, die schroffen Abhänge Banda Neiras. Rechts erhebt sich steil der Vulkan, kahl, nur mit kurzem, grünem Gestrüpp bedeckt. Und das alles in dem klaren Dämmerlicht des Morgens, das das Grün tiefer und dunkler, die Entfernung geringer erscheinen läßt und eine eigentümliche perspektivische Wirkung hervorbringt. Es scheint, als wenn diese Art der Beleuchtung bei Anwesenheit von vielem Grün den stereoskopischen Effekt vermehrt. Entfernte Gegenstände, Häuser, Bäume, die sonst auf dem Hintergrunde zu kleben scheinen, treten deutlich

Pflttger, Smaragdinseln der Südsee. 12

Alfure auf Ceram.