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östlichsten Teile der Gruppe, die wir in der Nacht vorher schon umfahren hatten — denn der kürzere Weg, die Meerenge zwischen Larat und Jamdena, ist gefährlich — und richteten den Kurs nach Aru, munter auf den mächtigen, vor dem Südost-Monsun anrollenden Wogen tanzend. Am nächsten Morgen warfen wir Anker in einer Meerenge zwischen flachen, waldigen Koralleninseln. Vor uns lag auf einer kleinen Landzunge der Handelsplatz Dobbo mit im Sonnenschein glänzenden Wellblechdächern.
Die Gruppe der Aru-Jnseln besteht aus einer großen Centralmasse, mit kleinen, vorgelagerten Inseln, die besonders im Osten sehr zahlreich sind und die Hauptinsel wie einen Kranz umgeben. Sie sind sämtlich von Korallen aufgebaut und sehr flach. Ihre größte Höhe giebt Wallaee
sich unter den Spiegel der See gesenkt hatte. Sie sind in der That so schmal, daß sie von den Eingeborenen und Händlern Flüsse genannt werden. Vielleicht lassen sie sich aber ungezwungener als Lücken in den Korallenrissen deuten.
Wie dem auch sei, jedenfalls gehört die Gruppe tier- und pflanzengeographisch durchaus zu Neuguinea. Sie ist von dichtem, üppigem Walde bedeckt, in dem es wimmelt von Kakadus, Loris, prachtvollen Schmetterlingen, schöngefärbten Tauben, zum größten Teile Arten, die Aru nur mit Neuguinea gemeinsam hat. Es beherbergt mehrere Arten des Paradiesvogels, ein kleines Känguruh uud einen Kasuar. Seine Einwohner sind Papuas, zum Teil infolge des lebhaften Handelsverkehrs stark mit fremden Elementen gemischt, so daß man sehr verschiedene Gesichtsbildungen beobachten kann.
Tripang, Schildpatt, Perlmutter, Perlen, Paradiesvögel, eßbare
Straße in Dobbo.
zu 200 Fuß an. Die Hauptinsel ist durch mehrere, sehr schmale Kanäle in Unterabteilungen zerlegt. Die Entstehung dieser Kanäle ist noch nicht erklärt. Wallace nimmt an, daß die Inselgruppe früher einen Teil von Neuguinea bildete, und daß die Kanäle nichts weiter als alte Flußmündungen sind, die erhalten blieben, nachdem der Boden zwischen Neuguinea und Aru