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Smaragdinseln der Südsee : Reiseeindrücke und Plaudereien / von Alexander Pflüger
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Gegenleistung in Gestalt von Wegebauten, Beförderung des Ackerbaues, Anleitung zur Arbeit. Zum ersten und einzigen Male im ganzen malayischen Archipel wurde ich hier angebettelt von zerlumptem, mit Geschwüren bedecktem Volk, das wie zum Hohn messingne Medaillen mit christlichen Emblemen an Bindfäden um den Hals trug. Pfaffen- und Bureaukratenwirtschaft die Kehrseite des Bildes und die Er­gänzung des anfänglich günstigen Eindrucks. Und diese Insel ist schon 350 Jahre in dem Besitz der Portugiesen, ohne daß man über die Er­zeugung von etwas Kaffee hinausgekommen wäre.

Dabei soll der Boden sehr kulturfähig sein, Reis und Kaffee, in den höheren Regionen Weizen tragen, und Schafe in großer Zahl ernähren können. Wenn es richtig ist, was die Zeitungen von einem Vertrage zu munkeln wissen, der Deutschland bei einem Aus­verkauf Portugals unter dessen asiatischen Besitzungen auch Timor sichert, so würden wir vielleicht nicht schlecht dabei wegkommen. Maeao, das jetzt völlig du. .n'ederliegt, zu einem Rivalen Hongkongs und einem Bruder Kiautschaus machen wirklich keine unüble Perspektive! Kommt dazu ein verstän­diges Abkommen mit Holland, das diesem kleinen Staate die Sicherheit des Besitzes vor englischen, amerikanischen oder japanischen Gelüsten und uns den Mitgenuß seiner herrlichen Kolonieen giebt, Polo- Weh auf Sumatra mit deutschem Gelde und deut­scher Energie zu einem Konkurrenzplatz gegen Singa- pore macht, die ungeheuren Schätze des Archipels, die Holland nicht heben kann, auszubeuten gestattet, welch ein Traum!

Wenige Stunden Fahrt brachten uns nm nächsten Nachmittag quer durch die Wetterstraße nach Ilwaki, dem Sitze des holländischen Post­Halters auf Wetter. Die Insel ist ein wildzerrissenes Bergland, mit tiefen Erosionsschluchteu und steilen Gipfeln, und, so weit das Auge blicken konnte, mit dichtem Walde bis zum Gipfel bedeckt. Nur hier und da traten kleine Partieen nackten Felsens zu Tage. Ich muß also Jacobsen widersprechen, der die Berge teilweise mit Gras, oft auch mit Eukalyptus u. s. w. bewachsen nennt. Hinter Ilwaki, im westlichen Winkel einer kleinen, flachen, hügeligen, nach Süden vorspringenden Landzunge, aus einem schmalen Küstenstreifen gelegen, steigen die Berge steil zu sicher nicht mehr als 400 m Höhe an. Im Westen erheben