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Smaragdinseln der Südsee : Reiseeindrücke und Plaudereien / von Alexander Pflüger
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die Malaien des Ostens und für die Bewohner von West-Neuguinea, den Sago. Um ihn zu gewinnen, wird der Baum gefällt, der Länge nach angeschnitten, das Mark herausgenommen, geschlagen, gepreßt und in einem Apparat, den wiederum die Sagopalme liefert, durch Wasser mittelst eines Seihers (gefertigt aus der Blattscheide) die Stärke aus­gelaugt. Sie setzt sich langsam ab und wird zu Kuchen geformt.

Zu kleinen Broten gebacken, hält sich diese Speise jahrelang. Wallace giebt an, daß ein Baum mittlerer Größe genug Sago liefert, um einen Mann für ein ganzes Jahr zu ernähren. Da die Zubereitung etwa zehn Tage in Anspruch nimmt, kann man sich die Billigkeit der Speise selbst ausrechnen, und verstehen, welchen Einfluß sie auf das ganze Wirtschaftsleben ausübt. Die meisten Malaven der Molukken nähren sich nur von Sago und mühelos gefangenen Fischen. So kommt es, daß das Volk unglaublich indolent und träge ist und so gut wie gar nicht arbeitet.

Der reichlichen Ladung wegen blieb das Schiff in Vatchian bis zum nächsten Nachmittag. Nach stürmischer 18 stündiger Überfahrt gelangten wir am folgenden Morgen nach Bnru und gingen vor Kajeli in einer großen, schönen Bucht vor Anker.

Bnru wird von einem Gebirgsstock von Norden nach Süden durch­schnitten; auf seiner höchsten Erhebung liegt der Wakoholosee. Der Wald ist dicht und wechselt mit großen Strecken sumpfigen oder grasigen Landes. Eine Durchquerung der Insel ist daher mit Mühseligkeiten verbunden, und nur wenige Europäer sind ins Innere gelangt. Merkwürdigerweise kommt der celebensische Babirussa hier vor; vielleicht ist er durch Schwimmen über die Sula-Jnseln hierher gelangt.

Die heidnische Bevölkerung im Inneren besteht nach Wallace aus einer Mischung von heidnischen celebensischen Malaien und Alfuren aus Cermm Nur an der Küste wohnen mohammedanische Malaven. Die holländische Regierung ist durch einen PostHalter vertreten; die einheimischen Rajahs residieren in Kajeli, wo sie ihre Zeit nach Forbes weniger ihren Landes­kindern als dem Opium widmen.

Die Hügel um die Bucht herum sind mit Gras und Kajaputi- bäumen bewachsen, die das bekannte Öl, den Hauptexportartikel Burus, liefern. Ein Spaziergang an Land bietet wenig Interessantes. Die ganze Umgebung ist Sumpf, und das Dvrf selbst befindet sich noch in. demselben Zustand, in den: es Wallace vor einem halben Jahrhundert sah. Ein Wald von Fruchtbäumen überschattet die Häuser und schneidet das Sonnenlicht vollständig ab. Die Straßen sind morastig; kein